„Ovation“ muss erneut zu Blohm + Voss

Foto: Hasenpusch, Die „Ovation of the Seas“ (167.000 BRZ) ist 348 Meter lang, 41 Meter breit und hat Platz für rund 4200 Passagiere

In Bremerhaven wird die „Ovation of the Seas“ ausgerüstet, Foto: Eckardt
Die Abschlussarbeiten schienen erledigt: Gestern vor einer Woche hatte die „Ovation of the Seas“ Blohm + Voss verlassen.
Doch jetzt muss eines der weltweit größten Kreuzfahrtschiffe erneut bei der Hamburger Werft eingedockt werden. Am 2. April soll der Luxusliner gegen Mittag schon wieder in der Hansestadt eintreffen. „Die Antriebspropeller müssen getauscht werden“, teilte die Meyer Werft am Dienstag als Begründung für die außerplanmäßige Aktion mit.
Die Rückkehr des jüngsten Neubaus der Papenburger nach Bremerhaven ist für den 6. April vorgesehen. Bereits am 8. April soll das Schiff vorzeitig an die Reederei Royal Caribbean International übergeben werden. Einen Tag später nimmt die „Ovation of the Seas“ dann Kurs von der Weser auf Southampton.
Am späten Ostermontag war der Luxusliner nach einer mehrtägigen Werftprobefahrt in der Nordsee in Bremerhaven eingetroffen. An der Columbuskaje erfolgt die Ausrüstung des Schiffes. So müssen unter anderem 2500 Paletten in 40 Containern mit Geschirr, Teppichböden und Kunstgegenstände an Bord gebracht werden. Außerdem werden sich noch 800 Besatzungsmitglieder einschiffen.
Bei dem rund 348 Meter langen, 41 Meter breiten und 900 Millionen Euro teuren Neubau mit der Fertigungsnummer S.699 handelt es sich nun um das dritte Schiff der „Quantum“-Klasse, das die Meyer Werft für die amerikanische Kreuzfahrtreederei Royal Caribbean International fertigt. Der 167.800-BRZ-Riese, der zu den fünf größten Kreuzfahrtschiffen weltweit zählt, ist, anders als die beiden vorherigen Schwestern „Quantum of the Seas“ und „Anthem of the Seas“, speziell für den chinesischen Markt konzipiert und soll ganzjährig ab Tianjin beziehungsweise Hongkong zum Einsatz kommen.
Das Schiff wurde auch mit allen Attraktionen der beiden Vorgängerschiffe, wie dem Fallschirmsprungsimulator Ripcord, Auto-Scooter oder der gläsernen Aussichtsgondel „North Star“, mit der bis zu 15 Passagiere 90 Meter über den Meeresspiegel gehoben werden können, ausgestattet. Mehr als 4000 Passagiere können in den 2090 Kabinen an Bord untergebracht werden, wobei großzügige Suiten und Kabinen sowie die ersten „virtuellen Balkone“ in den Innenkabinen charakteristisch für die „Quantum“-Klasse sind.
Zunächst bietet die Reederei nach der Ablieferung der „Ovation of the Seas“ noch zwei Kurzkreuzfahrten im Ärmelkanal an, bevor es am 3. Mai dann von South ampton im Rahmen der Jungfernreise auf den Weg zum künftigen Einsatzgebiet in Asien geht. Auf diese Reise über Barcelona, Dubai und Singapur kann die „Ovation of the Seas“ noch Gäste mitnehmen. FBi/CE
