Panne ermöglicht Premiere

Die in diesem Jahr gebaute „Viking Star“ ist 230 Meter lang, Foto: Eckardt
Eigentlich stand der Nord-Ostsee-Kanal (NOK) in diesem Jahr für die „Viking Star“ (IMO 9650418) nicht auf dem Programm. Doch jetzt ist der mit 47.842 BRZ vermessene Cruiser das größte Kreuzfahrtschiff, das in diesem Jahr den Kanal passierte.
Ausschlaggebend dafür war eine Panne im Maschinenraum des Schiffes der Reederei Viking Cruises. Die Probleme mussten Anfang August in Tallinn behoben werden (THB 6. August 2015), so dass die nachfolgend geplante Westeuropa-Reise nach Barcelona zu platzen drohte. Doch nach erfolgreichen Reparaturarbeiten wurde der Starthafen für die Reise kurzfristig von Bergen nach Kopenhagen verlegt und London aus dem Programm gestrichen. Um die verlorene Zeit wieder aufzuholen und ihren Passagieren etwas zu bieten, buchte die Reederei für die Fahrt von Kopenhagen nach Le Havre die NOK-Passage. Die Kieler Agentur Sartori & Berger organisierte alle Formalitäten für den 12. August. Da das Schiff mit 230 Metern Länge, 26,5 Metern Breite und einer Höhe von knapp 40 Metern an die Maximalabmessungen stieß, musste in der Schleuse in Kiel noch eine manuelle Überprüfung der Höhe vorgenommen werden. Ein Teil der Funk antennen wurde sogar abmontiert. Mit 39,5 Metern Höhe durfte das Schiff dann erstmals die Reise durch den Kanal antreten. bre/FB

