Rumpfmontage für die „Costa Toscana“

Sie wird das Schwesterschiff der bereits in Fahrt befindlichen „Costa Smeralda“ (IMO 9781889) der zur Carnival-Gruppe gehörenden Reederei Costa Crociere: die „Costa Toscana“.

Auch dieser rund 337 Meter lange und 42 Meter breite Luxus-Liner wird durch die Papenburger Meyer-Werft-Gruppe gefertigt. Am gestrigen Dienstag begannen die Montagearbeiten am Rumpf der „Costa Toscana“ auf dem Werft-Komplex im südwestfinnischen Turku. Der symbolische ersten Stahlschnitt für den Kreuzfahrtriesen erfolgte am 30. Juli 2019. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der bis zuletzt geheim gehaltene Name für den Neubau bekannt gegeben.

Der Beginn der Rumpfmontage wurde mit einem kleinen Festakt unter Beteiligung des Top-Managements von Costa Crociere sowie der Werft Meyer Turku gefeiert. Zum Kreis der zahlreichen Ehrengäste gehörte auch Turkus Bürgermeisterin Minna Arve, die zugleich als Patin der Veranstaltung in Erscheinung trat.

Nach altem Seefahrerbrauch wurden dabei während der Zeremonie eine Reihe von Gedenkmünzen unter den Kiel des Schiffes gelegt. Sie sollen bewirken, dass Crew und den Passagieren auf den künftigen Reisen kein Unglück widerfährt.

Der weitere Fahrplan sieht vor, dass der neue Kreuzfahrtriese in den kommenden Monaten im Trockendock der Werft beständig an Gestalt gewinnt.

Die neue „Costa Toscana“ wird ebenfalls mit dem zwar weiterhin fossilen, aber doch umweltfreundlicheren Alternativtreibstoff LNG angetrieben. Die beiden Schwesterschiffe gehören damit nach Unternehmensangaben zu jener Schiffsklasse, von der eine deutlich geringere umweltschädliche Wirkung ausgeht.

Die beiden modernen Cruise-Einheiten sind Teil eines Reederei-Expansionsplans, der die Auslieferung von insgesamt sieben neuen Schiffen an die Gruppe bis 2023 vorsieht: Gesamtinvestition: über sechs Milliarden Euro. Fünf dieser Schiffe werden dabei mit LNG betrieben.

„Die heutige symbolische Zeremonie beim Bau der ‚Costa Toscana‘ markiert einen weiteren Meilenstein für den Einsatz von LNG im Kreuzfahrtsektor. Wir waren die ersten weltweit, die bereits vor fünf Jahren beim Bestellen dieser Schiffe an diese Innovation geglaubt und damit einen Transformationsprozess für einen nachhaltigeren Tourismus angestoßen haben“, stellte Neil Palomba, Präsident von Costa Crociere, in seiner Rede fest. „LNG ist derzeit die Lösung, mit der die besten und unmittelbarsten Ergebnisse bei der Verringerung der Umweltbelastung von Schiffen erzielt werden können.“

Indes laufen bei der Reederei bereits alle Vorbereitungen für die Indienststellung des Luxus-Schiffes. So steht der Termin für die Jungfernfahrt der „Costa Toscana“ bereits fest: Am 28. Juni 2021 wird das Schiff vom Hamburger Hafen aus zu einer Reise aufbrechen. Nach 14 Tagen werden Passagiere und Crew dann im italienischen Savona erwartet.  EHA

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