„Spitsbergen“ verstärkt Hurtigruten-Flotte

Die „Spitzbergen“ ist 97,53 Meter lang und mit einer Bruttoraumzahl von 7025 vermessen, Foto: Hurtigruten
Das neue Hurtigruten-Schiff wird nach der größten Insel des Svalbard-Archipels in Norwegen bennant: „Spitsbergen“
Mehr als 15.000 Vorschläge für die Namensgebung des Schiffes wurden bei der norwegischen Reederei in den vergangenen Monaten eingereicht. CEO Daniel Skjeldam beschreibt die Reaktionen auf den angekündigten Namenswettbewerb als überwältigend: „Bei uns ist eine wahre Flut an Vorschlägen eingegangen.“ Die meisten Vorschläge seien aus Norwegen und Deutschland gekommen. Es gab aber auch Vorschläge aus den USA, Australien, Neuseeland und asiatischen Ländern, wie das Unternehmen jetzt mitteilte.
Der Gewinner des Namenswettbewerbs, ein Norweger aus einem Dorf bei Bergen, hat eine Fahrt für zwei Personen als Gast des Kapitäns auf der „Spitsbergen“ gewonnen. Er wird zudem an Exkursionen wie einer Kajak- und RIB-Boot-Fahrt sowie an einer Seeadler-Safari teilnehmen.
„Wir glauben, dass ‚Spitsbergen‘ ein passender Name ist, da er Vergangenheit und Gegenwart von Hurtigruten miteinander verbindet“, so Skjeldam. Denn im Jahre 1896 erbaute Hurtigruten-Gründer Richard With ein Hotel auf Spitzbergen und eröffnete die „Sportroute“ mit Fahrten von Hammerfest nach Spitzbergen mit dem Dampfschiff „Lofoten“. „Wir haben auf diese Tradition aufgebaut und sind heute weltweit führend als Anbieter von Naturerlebnissen entlang der norwegischen Küste, in den Gewässern der Antarktis und in der Arktis“, sagt Skjeldam.
Die 97,53 Meter lange und 18 Meter breite „Spitsbergen“ ist mit einer Bruttoraumzahl von 7025 vermessen. Sie wurde 2009 auf der portugiesischen Werft Viana do Castelo als Fährschiff „Atlantida“ erbaut. Doch der Auftraggeber Atlanticoline verweigerte seinerzeit die Abnahme, da die Vertragsgeschwindigkeit von 19 Knoten für den Fährdienst zu den Azoren nicht erreicht wurde. Zuletzt lag das Schiff in Lissabon auf. Nach dem Ankauf durch Hurtigruten in diesem Frühjahr wurde es zunächst auf den vorläufigen Namen „Norway Explorer“ umgetauft.
Aktuell befindet sich das Schiff zu umfangreichen Umbaumaßnahmen für den Einsatz in polaren Gewässern auf der schwedischen Werft Oresund Drydocks in Landskrona. Dort werden unter anderem die Kabinen, Suiten und öffentlichen Bereiche modernisiert. Nach dem Umbau soll das Schiff bis zu 320 Gäste aufnehmen können. Mit der „Spitsbergen“ investiert Hurtigruten erstmals seit 2007, nach dem Bau der „Fram“, wieder in ein neues Schiff. Die Flotte der Reederei besteht derzeit aus 13 Einheiten.
Ab September 2016 wird die „Spitsbergen“ die „Midnatsol“ auf der Strecke entlang der norwegischen Küste ersetzen, wenn diese in die Antarktis fährt. Zuvor wird die „Spitsbergen“ ab dem Frühjahr 2016 abwechselnd Küstenfahrten und Polarexpeditionen unternehmen. Diese Reisen sind ab sofort für den Zeitraum Mai bis August 2016 buchbar. bre/CE

