Versorgungsnetz zügig ausbauen

Wird während der Hafenliegezeit mit LNG versorgt: die 2016 in Dienst gestellte „AIDAprima“ (Bild: AIDA)
Wenn sich LNG als Alternativkraftstoff in der Schifffahrt zügig durchsetzen soll, bedarf es dazu auch einer entschlossenen Unterstützung durch die Häfen sowie die LNG-Produzenten beim Aufbau einer flächendeckenden Versorgungsstruktur.
Darauf hat jetzt Monika Griefahn, Direktorin für Umwelt und Gesellschaft bei der Reederei AIDA Cruises, in Rotterdam hingewiesen. Griefahn referierte im Maashafen während der internationalen Fachkonferenz, die unter dem Leitmotiv stand: „Making LNG Happen: Combining Forces for Sustainable Shipping“. Sie fand auf Einladung der zum Carnival-Konzern gehörenden Reederei an Bord der 2016 getauften und in Dienst gestellten „AIDAprima“ statt. Das erstmals mit einem Dual-Fuel-Antriebssystem ausgerüstete Kreuzfahrtschiff hielt sich an dem Tag planmäßig im größten europäischen Seehafen auf, den es im Rahmen seiner Sieben-Tage-Westhäfen-Rundreise (Hamburg, Southampton, Le Havre, Zeebrugge, Rotterdam und Hamburg, d. Red.) ansteuert.
An der Fachtagung nahmen rund 80 führende Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verbänden und der Wissenschaft teil. Dazu gehörte auch Dirk Brengelmann, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in den Niederlanden sowie sein norwegischer Amtskollege Martin Sørby.
„Wir glauben an LNG als den emissionsärmsten Brennstoff, der derzeit verfügbar ist und leisten auf diesem Gebiet seit vielen Jahren Pionierarbeit“, führte Griefahn weiter aus. So habe die Reederei bereits im Sommer 2015 angekündigt, die Schiffe der nächsten AIDA-Generation, „als erste Reederei weltweit zu 100 Prozent mit LNG zu betreiben“. Die Umweltdirektorin stellte zudem mit Genugtuung fest, dass „in der Zwischenzeit auch andere Kreuzfahrtreedereien unserem Beispiel folgen und ebenfalls Neubauten mit LNG-Antrieb beauftragt haben.“ EHA

