200 Häfen zeigen Flagge in München

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) eröffnet heute in München die Weltleitmesse transport logistic.

Bis zum 12. Mai informieren 2160 Aussteller aus aller Welt über Innovationen und neue Trends der Branche. Das ist neuer Teilnehmerrekord. Nach Angaben der Veranstalter zeigen auch rund 200 See- und Binnenhäfen Flagge im Messebereich „Maritime Logistik“. Dabei dreht sich alles um die Seefracht. Durch Optimierung der Transport-, Umschlag- und Lagerprozesse sowie der Hinterlandanbindung besteht hier noch erhebliches Entwicklungspotenzial für die maritime Wirtschaft. Diese ist in der bayerischen Landeshauptstadt auch vertreten durch Reedereien, Container-Anbieter sowie weitere maritime Dienstleister aus dem In- und Ausland. Erstmals dabei ist DP World mit einem 400 Quadratmeter großen Stand. Zu den Neuausstellern gehören auch der dänische Marktführer Maersk, China Railway Container Transport und Kerry Logistics.

„Wir haben zahlreiche neue internationale Gemeinschaftsstände und Unternehmen an Bord“, erklärt Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München. Die neun Hallen sind ausgebucht. „Die Messe ist über alle Bereiche gewachsen, vor allem aber in den Bereichen Logistik-Dienst leister und IT.“

Zu den großen Markt- Playern vor Ort zählen: DSV, Panalpina, Schenker, Kühne + Nagel, Imperial Logis tics, Dachser, Hermes, Geodis, Ekol, Rhenus. Auch bei den Besucherzahlen stehen die Zeichen auf Wachstum: „Die Vorregistrierung liegt über dem Niveau der Vorveranstaltung, wir rechnen deshalb mit mehr als 56.000 Besuchern.“

Internationaler denn je

Die transport logistic ist internationaler denn je, Gemeinschaftsstände aus Griechenland, Marokko, Österreich, der Slowakei und Slowenien sind hinzugekommen. Ebenfalls vertreten sind die Länder Bahrain, Belgien, Estland, Frankreich, Kroatien, Lettland, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Spanien, Tschechien und Ungarn. Im Konferenzprogramm werden ebenfalls die Chancen in internationalen Märkten beleuchtet. Der Fokus richtet sich dieses Mal nicht auf Klassiker wie China oder Indien, sondern auf vier weitere Kandidaten mit Potenzial: Polen als Logistik-Hub im europäischen Hinterland, der Iran mit seinem Nachholbedarf, die USA in Zeiten von „America first“ und Innovationschub aus dem Silicon Valley sowie das südliche Afrika.

Auch die DVV Media Group (DVZ, THB) ist wie in den Vorjahren präsent. Nach der Messe-Eröffnung moderiert DVZ-Chefredakteur Harald Ehren eine Diskussion, die sich mit den neuen, digitalen Themen der Logistik unter der Überschrift „E-Mobility, E-Commerce, E-Next“ befasst. Auf dem Podium werden begrüßt: Mercedes-Lkw-Chef Stefan Buchner, Amazon-Logistikdirektor Bernd Schwenger, Panalpina-Chef Stefan Karlen sowie Flexport-CEO Ryan Petersen.

Danach ist das Publikum natürlich auch an den Stand der DVV eingeladen (Halle B3.302). Die Premiere dort auf dem traditionellen „roten Sofa“ der DVZ bestreitet der Vorstandsvorsitzende von Dachser, Bernhard Simon.

Er wird auch zum Thema Digitalisierung befragt und dazu, welche Strategie sein Unternehmen verfolgt.

Von 13.30 bis 15 Uhr moderiert dann Ehrens Kollege Sebastian Reimann die 9. Internationale Konferenz für maritime Logistik (mariLOG) in Halle A6, Forum I. Siehe dazu aus gegebenem Anlass auch die dieser THB-Ausgabe beigefügte Sonderveröffentlichung.

Die Akteure in der Containerschifffahrt haben momentan viele Hürden zu nehmen. Dabei kommt immer wieder eine Frage auf: Sind Fusionen und Kooperationen die Rettung aus der Branchenkrise? Hauptgründe für die Konsolidierungswelle und die Neuordnung der Allianzen sind ein geringes Mengenwachstum, Überkapazitäten und die andauernde Ratenschwäche. Die Linienreedereien erhoffen sich von den jüngsten Schritten mehr Stabilität, schwarze Zahlen und ein attraktiveres Service-Angebot für ihre Kunden. Ob die erhofften positiven Effekte eintreten und welche konkreten Auswirkungen die Konsolidierungsschritte auf die Branche haben, soll auf der mariLOG diskutiert und analysiert werden.

Timon Heinrici, Bahn-Experte der DVZ, moderiert am Donnerstag von 14 bis 15.30 Uhr in Halle A4, Forum II, die Konferenz „Güterbahnen 4.0“. An dem Tag findet von 12 bis 13.30 Uhr in Halle A4, Forum II auch das Forum „Metropolitan Logistic“ statt. Dabei werden technische Aspekte ebenso diskutiert wie Lo gis tik kon zep te, um die künftigen Herausforderungen der urbanen Versorgung zu bewältigen. Moderiert wird die Veranstaltung von Robert Kümmerlen (DVZ).

Sein Chefredakteur Harald Ehren moderiert ebenfalls am Donnerstag zwei weitere Gesprächsrunden. So fragt der DSLV „Zwischen Automatisierung und Klimaschutz: Was kann die Digitalisierung der Logistik wirklich leisten?“ von 16 bis 17.30 Uhr, Halle A4, Forum II. Teilnehmer sind Dieter Janecek, wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion; Udo Schiefner (SPD), Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur; Markus Sontheimer als CIO der Schenker AG; Dieter Spark, CEO von Dakosy; Max-Alexander Borreck, Projektmanager bei Oliver Wyman, und Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes. Nach dem DVZ-Forum „Metropolitan Logistic“ wird Ehren eine Q&A-Session zu Afrika und dem Potenzial des Kontinents leiten (Halle A4, Stand 311/410). Teilnehmer sind Eric Peigné, Geschäftsführer von Bolloré Logistics Germany, und Christoph Kannengießer, Hauptgeschäftsführer des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft.

Unter dem gemeinsamen Dach „Gateway Hamburg“ präsentieren sich auf der Messe auch rund 60 Unternehmen der Hafen-, Transport- und Logistikwirtschaft aus der Hansestadt und der Region. Der von Hafen Hamburg Marketing und der Logistik-Initiative Hamburg organisierte Stand gehört mit 950 Quadratmetern zu einer der größten Ausstellerflächen und befindet sich im Zentrum der Halle B3 (Stand 209/310). Dort sind unter anderem die Hamburg Port Authority (HPA), die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), die Brunsbüttel Ports GmbH und die Cosco Shipping Europe GmbH mit eigenen Flächen vertreten.

Weitere Mitaussteller sind: Buss Port Logistics GmbH, C. Steinweg (Süd-West Terminal) GmbH & Co. KG, DAL Deutsche Afrika-Linien GmbH & Co., ecco group (Polen), Emons-Rail-Cargo GmbH, Hafen Hannover GmbH, IGS Logistics Group GmbH, BFSV Verpackungsinstitut Hamburg GmbH, ma-co maritimes competenzcentrum e.V., Norgatec Handelsgesellschaft mbH, PCH Packing Center Hamburg GmbH, planwerk elbe GmbH, Rendsburg Port GmbH, Saco Shipping GmbH, Sea Master Shipping GmbH, TCI Transcontainer International Holding GmbH, TCO Transcargo GmbH, TCU GmbH & Co. KG, UMCO Umwelt Consult GmbH, vesseltracker.com GmbH und Walter Lauk Ewerführerei GmbH.

In Halle B4 mit der Standnummer 313/414 informiert Niedersachsens Hafenwirtschaft (Seaports of Niedersachsen, Container Terminal Wilhelmshaven JadeWeserPort-Marketing, Logistikportal Niedersachsen sowie die landeseigene Hafeninfrastrukturgesellschaft NPorts). Die bremischen Häfen sind in Halle B4.213/314 mit insgesamt 30 Unternehmen und Institutionen aus dem Zwei-Städte-Staat vor Ort.

Die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) und ihre Tochtergesellschaften sind in der Halle B3.120 aktiv. An dem Gemeinschaftsstand sind folgende Unternehmen beteiligt: Autocontex, Burger Ferry Agencies, dls Land und See Spedition, Lüders & Stange, NTEX, TraDav, die Wirtschaftsförderung Lübeck sowie die Lübeck Port Authority. FBi

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