Huckepack-Transport ins Mittelmeer

Zwei Schiffe, zwei Ladehäfen und zwei Zielhäfen: die von Amasus Shipping befrachtete „Deo Volente“ mit Decksladung, Foto: Hasenpusch
Decksladungen stellen immer wieder eine Besonderheit dar. Erst recht, wenn es sich gleich um zwei große Kolli handelt.
Mit dem 2006 gebauten, 3750 Tonnen tragenden Schwergut- und Projektladungsschiff „Deo Volente“ (IMO 9391658) der niederländischen Reederei Hartman Seatrade werden aktuell das ehemalige deutsche Inspektions- und Bereisungsschiff „Haithabu“ (IMO 8862686) sowie eine Yacht zu zwei Zielhäfen am Mittelmeer transportiert.
Die „Haithabu“ wurde 1982 als Doppelrumpfschiff auf der Werft Aluminium Yachtbau Kiel gebaut. Das GL-klassifizierte Spezialschiff fuhr jahrzehntelang für das Landesamt für Wasserhaushalt in Schleswig-Holstein. Es ist mit 142 BRZ vermessen, kommt auf eine Länge von 24,53 Metern, eine Breite von 8,40 Metern und einen Tiefgang von zwei Metern. Angetrieben von einem MAN-Motor beträgt seine Reisegeschwindigkeit 12,5 Knoten.
Die ehemalige „Haithabu“ wurde in Cuxhaven an Bord genommen. Das Schiff wiegt rund 180 Tonnen. Zielhafen ist Istanbul, wo es Anfang der kommenden Woche eintreffen soll. Zuvor wurde im dänischen Skagen eine ehemalige Yacht aufgenommen. Sie wurde nach Kroatien verkauft und soll im Hafen von Šibenik entladen werden. Die Befrachtung oblag der niederländischen Firma Amasus Schipping BV mit Sitz in Delfzijl. Sie arbeitet eng mit Hartman Seatrade BV aus Urk zusammen. EHA

