Motoren-Forschung auf höchstem Niveau in Rostock
Der Hafen- und Schiffbaustandort Rostock wird weiter aufgewertet.
Am Donnerstag erfolgte das symbolische Startsignal zur Inbetriebnahme des neuen Schiffsmotoren-Prüfstandes an der Universität Rostock. Zu dem Ereignis reiste auch der Maritime Koordinator der Bundesregierung und parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Uwe Beckmeyer, in die Warnow-Stadt. Das Berliner Ministerium hatte die neue Forschungseinrichtung mit rund vier Millionen Euro aus dem Programm „Maritime Technologien der nächs ten Generation“ finanziell bezuschusst.
Beckmeyer: „Die Anlage ermöglicht Forschung auf höchstem Niveau, die in diesem Umfang bisher nicht denkbar war. Mit dieser Zukunftsinvestition versetzen wir die Industriepartner in die Lage, die Entwicklungszeiten moderner Schiffsantriebe nachhaltig zu senken. Als Standort wurde gezielt eine Hochschule gewählt, so dass die Erkenntnisse aus der Forschung unmittelbar in die Ausbildung des Ingenieurnachwuchses einfließen können. Das trägt auch zu einem stärkeren Praxistransfer bei.“
An dem Prüfstand, der Simulationsverfahren und Motorenversuche verbindet, sollen neuartige Brennverfahren für Schiffsdieselmotoren erforscht werden. Im Blickpunkt stehen dabei auch Dual-Fuel-Motoren, die sich wahlweise mit Diesel oder Erdgas betreiben lassen. Ziel ist es, neue schadstoffarme Motoren zu entwickeln. Der Einzylinder-Forschungsmotor hat ein Gewicht von 43 Tonnen. EHA

