Nordfrost investiert 40 Millionen

Gebaut für die Containerriesen: der JadeWeserPort. Der Umschlag nimmt Fahrt auf, Foto: Bökhaus
Der national und international tätige Kühllogistiker Nordfrost plant weitere Investitionen am Standort Wilhelmshaven.
Das berichtet das niedersächsische Wirtschafts- und Verkehrsministerium. Die Rede ist von 40 Millionen Euro, die in ein neues Kühlzentrum im direkten Umfeld des im September 2012 eröffneten JadeWeserPorts (JaWePo) investiert werden sollen. Das inhabergeführte Unternehmen stellt in Deutschlands Tiefwasserhafen eine Art Pionieransiedler innerhalb der dem Containerterminal vorgelagerten Logistikzone dar.
Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) wertet die Ausbauentscheidung als „ein wichtiges Signal für den Hafen und ein Zeichen für ein vertrauensvolles Miteinander zwischen dem Land und Nordfrost“. Inzwischen seien auch die rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen Nordfrost und dem JaWePo-Betreiber „einvernehmlich gelöst werden“, erinnerte Lies. Nordfrost hatte vor dem Hintergrund eines massiv unterbeschäftigten Containerterminals gegen die Höhe des jährlichen Erbpachtzinses geklagt, der sich nach Darstellung von Radio Bremen auf rund 720.000 Euro beläuft. Zudem hatte Nordfrost-Chef Horst Bartels noch bis weit ins Jahr 2014 bei mehreren Gelegenheiten gegen den Hafen gewettert und seine einstige Investitionsentscheidung bedauert.
Für Minister Lies hat sich das Bild um den Tiefwasserhafen inzwischen grundlegend zum Positiven verändert. Die Geschäfte liefen „im dritten Jahr besser als je zuvor. Der Umschlag nimmt weiter an Fahrt auf. Mit Maersk und MSC steuern die beiden weltgrößten Reedereien jede Woche mit drei Schiffen den JadeWeserPort an. Dazu kommen entsprechende Feederdienste“, so Lies weiter. Daher müsse jetzt über die Ausbaustufe zwei intensiv beraten und dann entschieden werden. EHA
