Rostock erweitert Umschlagkapazitäten

Neu und langfristig vermietet: Die 3000-Quadratmeter-Schüttguthalle im Rostocker Hafen, Foto: RFH
Der Rostocker Fracht- und Fischereihafen (RFH) ist um eine Lagerhalle reicher. Am gestrigen Dienstag weihte Steffen Knispel, Geschäftsführer des RFH, die 3000 Quadratmeter große Halle ein.
Die Kosten für den Neubau und die darin enthaltene Technik belaufen sich nach Angaben des RFH auf 2,2 Millionen Euro, die vollständig aus Eigenmitteln getragen wurden. Die Halle ist Teil eines umfassenderen Investitionsprojektes im nördlichen Bereich des RFH. Die neue Lagerhalle fasst bis zu 15.000 Tonnen Düngemittel. Da sie in acht Boxen unterteilt ist, lassen sich verschiedene Düngemittel-Produkte gleichzeitig zwischenlagern. Zurzeit ist die Halle an den Düngemittelhersteller ICL Europe mit Sitz in Ludwigshafen/Rhein langfristig vermietet.
Angrenzend an die Lagerhalle im unmittelbaren Hinterland der Kaianlagen entstand zeitgleich eine rund 8000 Quadratmeter große Schüttgutfläche. Die Investitionssumme für dieses Projekt betrug 3,5 Millionen Euro – 75 Prozent dieses Infrastrukturvorhabens förderte das Land Mecklenburg-Vorpommern. „Die Umsetzung beider Investitionsprojekte ist ein weiterer Meilenstein zur Standortentwicklung des Hafens“, betonte Knispel. „Der RFH ist künftig noch besser in der Lage, als flexibler Seeumschlagplatz zuverlässig und schnell auf kurzfristige Veränderungen am Markt zu reagieren.“
Mit den Projekten vergrößert der RHF zeitgleich auch sein Areal für das operative Umschlagsgeschäft. Deshalb muss der bisherige Sicherheitsbereich nun erweitert werden. Gestiegene gesetzliche Anforderungen zur Gefahrenabwehr in geschlossenen Hafengebieten auf Grundlage des International Ship and Port Facility Security Codes (ISPS-Code) machten dies notwendig, so der RFH. Betroffen von den Anpassungsmaßnahmen ist der bislang unkontrollierte Straßendurchgangsverkehr auf der Warnowpier. Wie der RFH mitteilte, wird ab dem 15. Juli die Nord-Süd-Trasse im nördlichen Hafenbereich für den durchgehenden Fahrzeugverkehr gesperrt. Der Abschnitt erstreckt sich vom Verwaltungsgebäude des RFH bis etwa 100 Meter hinter dem neuen Schüttgut-Areal.
Im vergangenen Jahr schlug der RFH rund 970.000 Tonnen Güter um. acw