Seebataillon hilft auf den Bahamas

Eine Woche nach den Verwüstungen durch Hurrikan „Dorian“ auf den Bahamas steigt die Zahl der Todesopfer weiter. Die Polizei sprach am Montagabend (Ortszeit) von 50 Toten. Sie geht davon aus, dass bei Such- und Bergungseinsätzen weitere Leichen geborgen werden. Zahlreiche Menschen würden noch vermisst.

An einem militärischen Hilfseinsatz auf dem Archipel beteiligen sich jetzt auch 70 Soldaten des Seebataillons der Deutschen Marine aus Eckernförde. Sie wurden kurzfristig zusammen mit Soldaten der Niederländischen Marine zur Nothilfe auf die Bahamas geschickt. Die deutschen Soldaten sind an Bord des niederländischen Docklandungsschiffes „Johann de Witt“ eingeschifft worden. Der Einsatz soll bis zum 18. September dauern.

„Es ist uns ein Anliegen, die Menschen vor Ort bei der Bewältigung der Hurrikan-Schäden bestmöglich zu unterstützen. Deshalb versorgen die Einsatzkräfte die Bevölkerung mit dringend benötigten Nahrungsmitteln und Trinkwasser“, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Henning Otte. „Sie erstellen auch ein Lagebild von den entstandenen Schäden.“ Inzwischen ist ein Vorauskommando der Niederländischen Marine auf den Bahamas eingetroffen und stimmt sich mit den lokalen Behörden über konkrete Hilfsmaßnahmen ab.

Das 176 Meter lange Landungsschiff „Johann de Witt“ war bereits am 26. August mit einem Teil der Ausrüstung und Soldaten vom niederländischen Marinestützpunkt Den Helder aus aufgebrochen. Am Sonntagabend hatte es den Hafen von Philipsburg auf der Karibikinsel St. Martin verlassen, nachdem dort weiteres Material geladen wurde. Schiff und Mannschaft waren eigentlich für das Manöver „Caribbean Coast“ in dem Gebiet, das eine Hilfeleistung nach einem Hurrikan simulieren sollte. FB/bek/dpa

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