„Alesia“ fährt in Böschung

Die „Alesia“ behinderte den Schiffsverkehr im NOK, Foto: Hasenpusch
Der deutsche Küstenfrachter „Alesia“ der Reederei Strahlmann ist im Nord-Ostsee-Kanal havariert.
Das 2008 gebaute Schiff (IMO 9433339) lief am Sonntag bei Kilometer 58 in die Böschung. Auf dem Weg von Kalmar nach Lissabon war das Schiff nach Ausfall der Ruderanlage manövrierunfähig geworden.
Da der Havarist den Schiffsverkehr behinderte, ordnete die Revierzentrale Brunsbüttel im Unfallbereich aus Sicherheitsgründen eine halbseitige Kanalsperrung an. Alle Schiffe wurden angewiesen, den in der Kurve zwischen der Ausweichstelle Schülp und dem Rendsburger Kreishafen festsitzenden Havaristen mit langsamer Geschwindigkeit und ausreichendem Abstand zu passieren. Da die Besatzung der „Alesia“ ihr Schiff selbst nicht mehr flott bekam, waren aus Kiel die Schlepper „Stein“ und „Kitzeberg“ geordert worden. Nachdem sie den Havaristen befreit hatten, wurde die „Alesia“ nach Rendsburg in den Kreishafen gezogen. Die Wasserschutzpolizei Kiel hat Ermittlungen aufgenommen.
Die „Alesia“ wurde vor sechs Jahren auf der niederländischen Bodewes-Werft in Hoogezand gebaut. Der mit 4723 BRZ vermessene Frachter mit einem Tiefgang von bis zu 6,3 Metern kommt auf eine Tragfähigkeit von 7574 Tonnen. Klassifiziert wurde das 110 Meter lange und 16 Meter breite Schiff vom Germanischen Lloyd. fab/ts
