Bimco fordert Eingreifen im Golf von Guinea

Die Schifffahrtsorganisation Bimco (The Baltic and International Maritime Council) fordert ein internationales Eingreifen im Kampf gegen die Piraterie im Golf von Guinea. Die Situation sei „eine inakzeptable Belastung für Seefahrer und Schifffahrts unternehmen“.

„Wir erwarten von der EU, China und den USA, dass sie ihre Kräfte bündeln und Marinekapazitäten im Golf von Guinea einsetzen, um dieser ständigen Bedrohung für Seeleute ein Ende zu setzen“, sagte Jakob Larsen, Head of Maritime Security bei Bimco. Trotz des Einsatzes der Anrainerstaaten könnten Piraten auf hoher See und vereinzelt sogar in Territorialgewässern weitgehend unkontrolliert handeln, da Ressourcen für andere Sicherheitsfragen eingesetzt würden, etwa Terrorismus an Land. „Was jetzt gebraucht wird, sind wesentlich mehr Einheiten auf See und in der Luft“, appelliert Larsen.

Laut Bimco kam es in den vergangenen zwölf Monaten zu rund 40 Piratenangriffen im Golf von Guinea. Das Pirateriezentrum vom International Maritime Bureau registrierte allein in den ersten neun Monaten 2018 bereits 57 Fälle. Jüngst wurden sechs Seefahrer bei einem Angriff auf das Containerschiff „MSC Mandy“ entführt. ger

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