Damen-Werft beim Wort nehmen

Kann sich mit der geplanten Vergabe des „MKS 180“-Auftrags nach Holland anfreunden: Norbert Brackmann, Foto: Arndt
Die Quasi-Auftragsvergabe für das maritime Rüstungsvorhaben „MKS 180“ an die deutsch-niederländische Bietergemeinschaft aus Blohm + Voss (B+V) sowie der Damen Shipyards ruft die Gewerkschaft IG Metall Küste auf den Plan.
Die einflussreiche Arbeitnehmervertretung, die sich in der Vergangenheit wiederholt gegen die Ausschreibung dieses Großprojektes im Wert von knapp 5,3 Milliarden Euro auf europäischer Ebene ausgesprochen hat, kommt heute in Hamburg mit den Betriebsräten deutscher Werften und Zulieferer zusammen, um über die möglichen Auswirkungen des in dieser Form bislang einzigartigen Vorgehens einer deutschen Bundesregierung zu beraten.
Indes hat der Maritime Koordinator der Bundesregierung, der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann, über seinen persönlichen Facebook-Account mitgeteilt, dass er mit der getroffenen Vorentscheidung des Bundesverteidigungsministeriums zunächst einmal zufrieden sei. Festzuhalten bleibt für ihn, dass mit der Auftragsvergabe an die Niederländer trotzdem „ein nicht unbeachtlicher Anteil an Wertschöpfung“ – rund 80 Prozent – in Deutschland verbleibe. So sei die deutsche Lürssen-Werft in dem Konsortium um Damen Shipbuilding beteiligt. Damit profitiere auch die Hamburger Werft Blohm + Voss, inzwischen Teil von Lürssen, meint Brackmann. Für ihn sei auch wichtig, dass beide Bewerberkonsortien bereits im Vorfeld der Vergabeentscheidung „ihren Willen zur Zusammenarbeit öffentlich bekundet haben“. Der Abgeordnete weiter: „Hier nehme ich Damen Shipbuilding beim Wort.“ EHA
