Deutsche Werften einigen sich über 2. Korvetten-Los

Der monatelange Streit um den Bau des 2. Loses Korvette Klasse 130 (K 130) für die Deutsche Marine ist beigelegt.

Nach THB-Informationen, die von der IG Metall Küste bestätigt wurden, kam es innerhalb der deutschen Schiffbauindustrie zu einer Einigung.

Ursprünglich wollte das Bundesverteidigungsministerium den Auftrag für das 2. Los (fünf Einheiten) an das Konsortium aus Lürssen-Gruppe und TKMS vergeben. Es hatte bereits die erste Fünferserie gebaut. Da auch das zweite Quintett im Wesentlichen auf dem inzwischen recht erfolgreich eingesetzten 1. Baulos aufbauen soll, wollte der Bund so Zeit gewinnen, denn die Marine braucht die Schiffe dringend. Gegen diese Vergabepraxis leitete die Werft German Naval Yards rechtliche Schritte ein, indem sie das Bundeskartellamt einschaltete. Das Kartellamt untersagte dem Bund daraufhin die geplante Vorgehensweise.

Jetzt kam es zur Einigung. Sie sieht vor, dass auch German Naval Yards aus Kiel an der Verwirklichung des 1,5 Milliarden Euro schweren Rüstungsprojekts beteiligt wird. „Wir begrüßen die Einigung im Streit um den Korvetten-Auftrag. Nach einem zähen Ringen sind die drei Unternehmen endlich zu einer gemeinsamen Lösung gekommen“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, am Donnerstag. EHA/FB

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