Fähre in einem Stück heben
Die gesunkene RoRo-Fähre „Sewol“ soll nun doch im Juli dieses Jahres gehoben werden. Das teilte die südkoreanische Regierung jetzt mit und revidierte damit die angekündigte Verspätung bis August (THB 1. Februar 2016).
Im Zuge der aktuellen Bekanntmachung veröffentlichten das südkoreanische Ministerium für Ozeanangelegenheiten und die Shanghai Salvage Company auch neue Informationen über den weiteren Verlauf der Bergungsarbeiten.
So sieht der Plan vor, mehrere aufblasbare Luftkissen im Inneren des 145 Meter langen und 22 Meter breiten Schiffswracks zu platzieren, mit deren Hilfe schließlich Auftrieb für den Hebevorgang geschaffen werden soll. Außerdem werden rund 30 Querbalken unterhalb des 3981-tdw-Schiffes installiert, um das Gewicht zu stützen. Nicht zuletzt soll das Wrack von einer Käfigstruktur umhüllt werden.
Während der eigentlichen, zwei Tage dauernden Hebung der Fähre aus 40 Metern Tiefe sollen diese Maßnahmen dafür sorgen, dass das Wrack in einem Stück geborgen werden kann. Schließlich werden an Bord noch neun Opfer vermutet, die endlich ihren Angehörigen übergeben werden sollen, so die Landesregierung.
Die überladene „Sewol“ war vor zwei Jahren vor der Insel Cheju im Ostchinesischen Meer gekentert und gesunken (THB 17. April 2014). 476 Personen befanden sich zu dieser Zeit an Bord. Rund 300 Menschen, vor allem Schüler, kamen bei dem Unglück ums Leben. ger