Fassmers „heißer Ritt“ über die kühle Weser

Mit den drei neuen, seit 2016 nacheinander auf der Fassmer-Werft entstehenden Einsatzbooten für die Bundespolizei erweitert diese theoretisch und praktisch ihr Einsatzgebiet auch auf den Hochseebereich.

Das wurde den rund 350 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung deutlich, die am Freitagnachmittag vergangener Woche der Taufe des Typschiffs der neuen Klasse auf der Fassmer-Werft beiwohnten und den Ausführungen der verschiedenen Redner aufmerksam folgten. Taufpatin der neuen „Potsdam“ (BP 81) war dabei die SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium.

Der Titel des Musikstückes – „Mission Impossible“ –, das das Bundespolizeiorchester Hannover zur Einstimmung in die Taufveransaltung spielte, stand dabei durchaus symbolhaft für die Komplexität des Gesamtauftrages von immerhin rund 180 Millionen Euro. Dr. Dieter Romann, Präsident der Bundespolizei, wies in seiner Rede darauf hin, dass es zahlreiche Fachleute gegeben habe, die den zeitgleich erfolgenden Bau von drei neuen Einsatzschiffen, dazu noch in einem vergleichsweise knapp bemessenen Zeitfenster, für praktisch nicht durchführbar, also „impossible“, hielten. Doch sie hatten dabei die Rechnung ohne die im Spezialschiffbau sehr erfahrenen Fachleute auf der mittelständischen Fassmer-Werft gemacht, die den lukrativen Auftrag im Rahmen eines harten, europaweiten Wettbewerbsverfahrens an Land ziehen konnten. Harald Fassmer, der gemeinsam mit seinem Bruder Holger die Geschäftsführung des Familienunternehmens mit seinen rund 900 Mitarbeitern innehat, stellte in seiner Rede nüchtern fest: „Es war ein heißer Ritt bis hierher.“ Hatte die Werft den Rumpf der „Potsdam“ noch selbst hergestellt, wurden die Kaskos für die beiden Schwesterschiffe aus Kapazitätsgründen auf der Werft Western Baltija Shipbuilding im litauischen Klaipeda (ehemals Memel) zusammengeschweißt und im April beziehungsweise Oktober diesen Jahres an die Weser überführt.

Hier erfolgt dann die Fertigstellung und Ablieferung der künftigen „Bamberg“ und der „Bad Düben“ im Laufe des kommenden Jahres an den Bund. CE/EHA

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