Flusskreuzer mit Pechsträhne

Havarierte jüngst gleich zweimal auf der Müritz-Elde-Wasserstraße: die 39 Meter lange „Gretha van Holland“, Foto: Wasserschutzpolizei
Das Flusskreuzfahrtschiff „Gretha van Holland“ ist nach Angaben des Landeswasserschutzpolizeiamtes Mecklenburg-Vorpommern am Wochenende auf der Müritz-Elde-Wasserstraße gleich zweimal havariert.
Zunächst streifte das 39 Meter lange Passagierschiff vor dem Durchfahren der Rehberger Hubbrücke in Grabow mit dem Heck eine Rufsäule der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung und beschädigte sie. Verletzte habe es keine gegeben. Die Beamten der Wasserschutzpolizei nahmen eine Schiffsunfallanzeige auf.
Die „Gretha van Holland“ konnte den weiteren Angaben zufolge mit leichtem Sachschaden am Heck die Reise am Sonntag in Richtung Schwerin fortsetzen. Gegen 10 Uhr kam es rund 500 Meter vor der Hechtsforthschleuse zur nächsten Havarie: Das Schiff lief auf Grund und kam aus eigener Kraft nicht mehr frei. In der Folge veranlasste das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Lauenburg eine Schifffahrtssperre und ließ im betreffenden Abschnitt der Bundeswasserstraße zwischen der Schleuse Grabow und der Hechtsforthschleuse das Wasser anstauen. Zugleich unterstützten Beamten der Wasserschutzpolizei Schwerin die Besatzung der „Gretha van Holland“ beim Freikommen. „Dies gestaltete sich äußerst schwierig, da es in der Folge zu weiteren Festfahrungen kam“, berichtete die Wasserschutzpolizei. „Gegen 14:25 Uhr konnte das Schiff schließlich vor der Hechtsforth schleuse gesichert werden.“ Anschließend seien ein Weiterfahrverbot ausgesprochen und die Schifffahrtssperre wieder aufgehoben worden. Die Ermittlungen zur Unfallursache seien angelaufen. ger