Golf von Guinea: Situation nicht hinnehmbar
Übergriffe durch Piraten im Golf von Guinea sind nicht mehr hinnehmbar. Zahlen des International Maritime Bureaus (IMB) zufolge hat sich die Anzahl der bewaffneten Angriffe in diesem Gebiet im Jahr 2018 verdoppelt.
Zudem hätten Entführungen und bewaffnete Überfälle stark zugenommen. Diese Faktenlage präsentierten Vertreter maritimer Interessengruppen, Agenturen sowie Flaggenstaaten während eines Symposiums zu maritimer Sicherheit in der Zentrale der IMO in London am vergangenen Freitag. Sie forderten die Branche auf, umgehend etwas gegen die Übergriffe zu unternehmen.
Der französische Piraterie-Experte Bertrand Monnet schätzt, dass etwa zehn Gruppen von Piraten für die Mehrheit der Angriffe verantwortlich sind. Sie seien „gut organisiert und motiviert“, erklärte er.
Im Zuge der vermehrten Übergriffe hatten mehrere Mitgliedstaaten Vorschläge bei der IMO eingereicht, wie dieser Krise zu begegnen ist. Russell Pegg, Sicherheitsberater beim Oil Companies International Marine Forum (OCIMF), mahnte: „Wir möchten alle Interessenvertreter darin bestärken, eine aktive Rolle einzunehmen und die Staaten bei der Umsetzung der Vorschläge zu unterstützen, um die Gefahr für Seefahrer zu vermindern.“ acw