„Grapple“ hilft in der Ägäis

Seit 2006 in Rettungseinsätzen unterwegs: „USNS Grapple“, Foto: US Navy
Über das Mittelmeer kommen wieder vermehrt geschleuste Flüchtlinge nach Europa. Auch die USA beteiligen sich jetzt mit einem Marineschiff an den Rettungsaktionen.
Die USA haben ein Schiff in die Ägäis geschickt, um den NATO-Einsatz zur Eindämmung des Flüchtlingszustroms aus der Türkei nach Griechenland zu unterstützen. Das teilte das Europa-Kommando der US-Streitkräfte EUCOM am Donnerstag in Stuttgart mit. Wie lange sich die „USNS Grapple“ an der Mission beteiligen wird, blieb offen.
Beim aktuellen Einsatz der NATO beobachten die Besatzungen von Kriegsschiffen die Küsten und melden Aktivitäten von kriminellen Schleuserbanden an die nationalen Behörden. Am Donnerstag retteten Fischer vor der Insel Lesbos rund 60 Menschen aus einem auf Grund gelaufenen Flüchtlingsboot. Der Zustrom aus der Türkei hat zuletzt allerdings deutlich nachgelassen. In den vergangenen Tagen war kein einziger Mi grant in Griechenland angekom men.
Die „Grapple“ wurde 1984 gebaut und 2006 in die Bereitschaftsreserve der Navy überstellt. Seitdem untersteht sie dem Military Sea lift Command und war schon mehrfach zu Rettungseinsätzen in amerikanischen Gewässern unterwegs. Die 78 Meter lange „Grapple“ kann auch medizinische Erstversorgung leisten. pk
