Hackerangriff gegen bremenports

Zur Flotte von bremenports gehört seit 2016 auch das Vermessungsschiff "Seeadler" (Foto: Eckardt)
Die Hafengesellschaft bremenports ist Ziel eines Hackerangriffs geworden.
Die Attacke richtete sich gegen den Provider der Internetseite www.bremenports.de. Dabei handelt es sich um die Firma eWerk (Bremen). Sie verwaltet die Website der Domain „bremenports.de“. Bei dem Hackerangriff wurden der externe Server und die Site manipuliert. Wie bremenports weiter mitteilte, enthielt die Site keine vertraulichen Unternehmensdaten. Die interne IT-Struktur der Hafengesellschaft war von dem Angriff nicht betroffen.
Gegen 11 Uhr war die IT-Abteilung von bremenports von einem Mitarbeiter dar über informiert, dass die Site nicht mehr den gewohnten Inhalt anzeigte. Es wurde deutlich, dass die Internetseite beim Provider angegriffen worden war. Das Unternehmen eWerk wurde umgehend informiert, bestätigte den am 12. April erfolgten Angriff und nahm die Site außer Betrieb. Nach Angaben von bremenports wird die Firma Strafanzeige stellen.
Der Provider hat den Inhalt der Website wiederhergestellt. Anschließend wurde die Site wieder online geschaltet.
Mehr als jedes dritte Unternehmen in Deutschland ist in den vergangenen beiden Jahren von Computersabotage, digitaler Erpressung oder einer anderen Form von Cyber-Kriminalität betroffen gewesen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung KPMG zur Computerkriminalität. Vor allem die Fälle von Computersabotage und Erpressung hätten sich vervielfacht. In manchen Fällen entstand Schaden in Millionenhöhe.
Zur Digitalisierung in der maritimen Wirtschaft hatten Politik, Gewerkschaften und Verbände bei der 10. Nationalen Konferenz am 4. April in Hamburg eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Sie hält fest, welche Maßnahmen zügig angegangen werden sollen. Dazu gehören unter anderem der Ausbau der digitalen Infrastruktur (Breitband, Mobilfunk) und ein „intelligenter Datentransfer“ zwischen allen Beteiligten am Güterverkehr.
Dabei sollen besonders für die Abwehr von Cyber-Angriffen Industriestandards und Sicherheitsvorgaben im IT-Bereich umgesetzt werden. Für die Arbeitsplätze in Häfen, auf Werften und Schiffen sollen Vorschläge für die Aus- und Weiterbildung digitaler Kompetenz erarbeitet werden. FBi


