Hackerattacken größtes Risiko

Hackerangriffe und Cyberkriminalität sind nach einer neuen Studie der Allianz für Unternehmen rund um den Globus zur größten Bedrohung geworden.

Im neuen Risikobarometer des Versicherers liegen Cyberattacken auf Platz eins der möglichen Bedrohungen, gefolgt von Betriebsunterbrechungen und „rechtlichen Veränderungen“ – damit sind Handelskonflikte, Zölle, Sanktionen, Brexit und andere politische Risiken gemeint. Der Klimawandel rangiert auf Platz sieben der Geschäftsrisiken, in der häufig von Naturkatastrophen heimgesuchten Region Asien/Pazifik auf Platz drei.

Bei den IT-Gefahren stellte Jens Krickhahn, Manager in der für die Industrieversicherung zuständigen Sparte AGCS, vor allem die Erpressung heraus. Cyberkriminelle verschlüsseln mithilfe von Schadsoftware, sogenannter Ransomware, Firmenrechner und verlangen anschließend Geld für die Entschlüsselung.

Das Phänomen ist seit Jahren bekannt, doch verlangen die Angreifer laut Allianz immer höhere Summen. Nach Worten Krickhahns waren noch vor wenigen Jahren 10.000 bis 20.000 Euro übliche Summen, inzwischen werden zweistellige Millionensummen gefordert.

Vor einem Jahr teilten sich Cyberattacken im Risikobarometer noch den Spitzenplatz mit Betriebsunterbrechungen, inzwischen liegen die IT-Gefahren allein an erster Stelle. Doch auch die Betriebsunterbrechung – also der Stillstand eines ganzen Unternehmens oder wesentlicher Bereiche – geht häufig auf Hackerangriffe zurück.

Die Sorge vor rechtlichen Veränderungen wie Zöllen und Sanktionen nimmt in Zeiten des US-chinesischen Handelskonflikts ebenfalls zu. Sie rückte in der Risiko-Rangliste vom vierten auf den dritten Platz vor. bek/dpa

Teilen
Drucken

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Nach oben