In „kobaltblau“ auf Zoll-Einsatzfahrt

Full speed: Die neue „Gelting“ ist bis zu 22 Knoten schnell, Foto: Deutscher Zoll
Da, wo in Flensburg-Mürwik in regelmäßigen Abständen marinegrau gepönte Schiffe das Bild bestimmen, dominiert am Dienstag der neue, bei der deutschen Zollverwaltung in der Einführung befindliche „kobaltblaue“ Farbanstrich.
Denn dann wird die zweite von insgesamt drei in Estland gebauten Zolleinsatzbooten unterhalb der Marineschule in Flensburg-Mürwik getauft. der Name: „Gelting“. Das Boot folgt auf die „Bremen“, die am 22. März in Bremerhaven als Typschiff der neuen Serie getauft und in Dienst gestellt wurde.
Zum heutigen Festakt werden unter anderem der Vizepräsident der Generalzolldirektion (GDZ), Hans Josef Haas sowie Martina Nagel, Leiterin des Hauptzollamts Kiel, und weitere hochrangige Gäste, auch aus Dänemark, in der Fördestadt erwartet. Während Haas die Taufrede hält, wird Martina Hagel als Taufpatin in Erscheinung treten.
Die neue „Gelting“ kommt auf eine Gesamtlänge von offiziell 23,99 Metern bei einer Breite von 6,49 Metern. Die starke Motorisierung erlaubt dem Boot eine Beschleunigung auf bis zu 22 Knoten. Zur Stammbesatzung gehören im Schnitt fünf bis sechs Zollbeamte. Bei der Konstruktion der neuen Einsatzfahrzeuge wurde nicht nur auf einen umweltfreundlichen Antrieb Wert gelegt , sondern auch auf ein gutes Seeverhalten. Das sei unter anderem durch eine besonders innovative Rumpfform gelungen, heißt es beim Zoll. Die neue „Gelting“ hat als Heimathafen Flensburg. Von dort aus wird sie im küstennahen Streifendienst und in der Ostsee unterwegs sein. Das Einsatzgebiet wird sich in erster Linie von der Flensburger Förde bis in das Seegebiet in der Höhe der Kieler Förde erstrecken.
Als drittes neues Einsatzboot folgt in wenigen Monaten die „Darß“. Sie wird dann in Rostock-Warnemünde beheimatet sein. Jedes der drei neuen Boote kostet rund vier Millionen Euro. Die deutsche Zollverwaltung hat derzeit 32 schwimmende Einheiten im Einsatz, darunter die beiden Swath-Einheiten „Borkum“ und „Helgoland“.
Neben dem Bereich Nord- und Ostsee ist der deutsche Zoll auch mit Booten und Fachpersonal auf dem Bodensee unterwegs. Übrigens: Von Hamburg aus wird der technische Betrieb aller 32 Zolleinheiten gesteuert.
Die farbliche Neuausrichtung des Zolls schließt neben den schwimmenden Einheiten auch die Uniformen mit ein. Auch hier ist „blau“ angesagt. EHA
