Iran: US-Boote sind wieder frei

Der Iran hat zehn nach einem Vorfall in seinen Hoheitsgewässern festgehaltene US-Soldaten wieder freigelassen.

Das gaben die Revolutionsgarden in einer Erklärung am Mittwoch bekannt. Die US-Soldaten waren nach iranischen Angaben am Dienstag auf zwei Marinebooten bis zu zwei Kilometer weit unbefugt in die Hoheitsgewässer des Landes eingedrungen. Daraufhin wurden Boote und Soldaten festgesetzt. Der Iran wertete den Vorfall nicht als Spionage, sondern ging von einem technischen Defekt des Navigationssystems als Ursache aus. Auch die Schiffe wurden wieder freigegeben.

„Wir hatten den Kontakt zu zwei kleineren Booten verloren, die auf dem Weg von Kuwait nach Bahrain waren“, so das Pentagon in Washington. Man sei daraufhin in ständigem Kontakt mit den iranischen Behörden gewesen. „Sie haben uns darüber informiert, dass unsere Soldaten in Sicherheit und gesund sind“, hieß es in der Stellungnahme des US-Verteidigungsministerium weiter.

Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete ohne Angabe von Quellen, die Boote seien unbefugt in iranische Gewässer eingedrungen. Die zehn amerikanischen Soldaten seien festgenommen worden. Der US-Sender CNN berichtete, die US-Behörden hätten Funkkontakt zu den Seeleuten gehabt. Diese seien davon ausgegangen, am Mittwoch freigelassen zu werden.

In amerikanischen Medienberichten hieß es, die Boote hätten sich auf der Höhe der kleinen, zum Iran gehörenden Insel Farsi befunden. Auf der Insel liegt eine iranische Marinebasis. Möglicherweise trieben die US-Boote wegen eines Defektes oder Treibstoffmangels in die iranischen Gewässer.

Schon vor zwei Wochen hatte es einen Zwischenfall gegeben. Die USA warfen dem Iran vor, Marineschiffe hätten Raketen in der Nähe eines amerikanischen Flugzeugträgers abgefeuert, der sich in der Straße von Hormus befand. dpa/FBi

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