„Lagarfoss“ abgeschleppt

Das isländische Patrouillenboot „Thor“ musste bei widrigen Wetterverhältnissen westlich von Island kürzlich den unter Antigua-Barbuda-Flagge fahrenden Containerfrachter „Lagarfoss“ (10.106 BRZ/IMO 9641314) auf den Haken nehmen.

Nachdem das Schiff am 22. Juli Ruderschaden erlitten hatte, schickte die Coast Guard die „Thor“ zur Assistenz. Eigentlich sollte das Pa trouil lenboot den Frachter in den Hafen eskortieren. Doch nach einer Wetterverschlechterung wurde der Plan geändert, und die „Thor“ übergab eine Schlepptrosse auf die treibende „Lagarfoss“.

Wegen der aufgewühlten See verzögerte sich die Operation nochmals. Am Vormittag des 24. Juli erreichte der Schleppzug schließlich die sicheren Gewässer vor Reykjavik. Dort übernahmen die Schlepper „Jotunn“ (IMO 9518737) und „Pilot Leynir“ (IMO 9126388) den Havaristen und zogen ihn in den Hafen. Hier machte das Schiff gegen Mittag fest.

Die „Lagarfoss“ hatte am 19. Juli von Schuppen 80/82 in Hamburg losgeworfen. Zuvor war sie bei der Norderwerft vom 2. bis zum 18. Juli zu einer Garantieüberholung gedockt worden. Während der dort ausgeführten Arbeiten hatte der Ruder-Hersteller entschieden, einige Teile auszutauschen. Nach Einschätzung von Experten kann es einen Zusammenhang mit dem Ruderschaden des Frachters und der Maßnahme geben.

Das 880-TEU-Schiff war erst 2014 von der Rongcheng Shenfei Shipbuilding Co. Ltd. für die Eimskip EHF in Reykjavik gebaut worden. Die „Lagarfoss“ ist 140,68 Meter lang, 23 Meter breit, hat 8,7 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 11.811 Tonnen. FBi/ts

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