Ölteppich erreicht Strände

Knapp zwei Wochen nach dem Untergang des russischen Fabriktrawlers „Oleg Naydenov“ (THB 16. April 2015) ist es auf Gran Canaria zu der befürchteten Ölverschmutzung gekommen. An mehreren Stränden trieb ausgelaufenes Dieselöl auf einem Küstenabschnitt im Südosten der Insel an.

Rund 50 Helfer begannen an den betroffenen Küstenabschnitten von Veneguera, Tasarte und Tasartico südöstlich von Maspalomas mit Reinigungsarbeiten. Auf dem Wasser versuchten Spezialschiffe, mit Absaugeinrichtungen und Barrieren die Verschmutzung zu bekämpfen. Auch Fischer liefen aus und versuchten, mit Keschern und Netzen Öl abzuschöpfen.

Ölflecken trieben auch in drei Kilometer Entfernung vor der Küste Venegueras. Sie haben sich inzwischen über eine Länge von 200 Kilometern ausgedehnt und nach tagelangem heftigen Wind und hohem Seegang aufgeteilt. Seit das Schiff rund 28 Kilometer vor Gran Canarias Südspitze sank, strömten stündlich zwischen fünf und zehn Liter Diesel aus dem Wrack in 2700 Metern Tiefe. Jetzt soll geprüft werden, ob das Leck abgedichtet oder der Treibstoff abgepumpt werden kann.

Der Kapitän des Havaristen hatte sich bei einer Anhörung darüber beschwert, dass die Schifffahrtsbehörde vor Ort weder ihn noch den Reeder über ihr Vorgehen informiert habe, und bezeichnete es als schwerwiegenden Fehler, das brennende Schiff mit einem Schlepper aus dem Hafen gezogen zu haben. ts/fab

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