„Paula Anna“ kollidiert mit „Empire“

Die „Paula Anna“ erlitt bei der Kollision Schäden im Brückenbereich Fotos: Hasenpusch

Die Kollision zweier Frachter im Nord-Ostsee-Kanal ist glimpflich verlaufen.
Nach Angaben der Wasserschutzpolizei hatte die 107 Meter lange „Paula Anna“ in der Nacht zum Samstag bei teilweise durch Nebel beeinträchtigter Sicht die in der Weiche Breiholz wartende niederländische „Empire“ gerammt. Beide Schiffe konnten nach kurzer Sichtung der Schäden ihre Fahrt fortsetzen.
Die „Paula Anna“ wurde in Brunsbüttel nochmals kon trolliert. Sie habe einige Schäden im Brückenbereich, sei aber später wieder ausgelaufen, hieß es. Die 171 Meter lange „Empire“ konnte Kiel nach einem Check bald wieder verlassen. Eine Sperrung des Kanals war nicht notwendig.
Die „Empire“ war auf der Reise von Bremerhaven in die Ostsee mit Zielhafen Gdingen in Polen. Das Schiff hatte ein Stoppsignal erhalten, um die auf der Fahrt vom finnischen Pärnu nach St. Nazaire in Frankreich entgegenkommende „Paula Anna“ der Reederei Eicke Schiffahrt passieren zu lassen. Der mit 4102 BRZ vermessene Küstenfrachter „Paula Anna“ geriet jedoch aus noch ungeklärter Ursache vor den Bug der „Empire“.
Die „Empire“ war im März 2013 schon einmal im Kiel-Kanal in eine Kollision verwickelt, damals mit dem deutschen Containerfrachter „Herm Kiepe“. Ein plötzlicher Kurswechsel der „Herm Kiepe“ hatte zu der Kollision bei dichtem Nebel geführt. Der Nord-Ostsee-Kanal musste damals zeitweise gesperrt werden (THB 5. März 2013). Den 13.000-Tonner „Herm Kiepe“ mit einer Kapazität von 977 TEU übernahm im August 2013 die Reederei Stefan Patjens unter dem neuen Namen „Leonie P“ von Schepers. fab/HP
