Retter proben Ernstfall auf „Berlin“
Mehr als 100 Rettungskräfte haben jetzt in Rostock auf einer Fähre und im Überseehafen den Einsatz während eines Feuers an Bord geprobt.
Mehrere Teams zur Brandbekämpfung und Verletztenversorgung übten zunächst während der Überfahrt der Scandlines-Fähre „Berlin“ vom dänischen Gedser nach Rostock, bevor Rettungskräfte im Hafen die Versorgung der Passagiere probten, wie die Stadt Rostock mitteilte.
Im Übungsszenario war ein Feuer in einem Hydraulikpumpenraum an Bord des Schiffes ausgebrochen. Dabei wurden 20 Personen verletzt und an Bord behandelt, drei von ihnen schwer. Alle Verletzten wurden dem Seniorkapitän der „Berlin“, Hartmut Adam, zufolge von Mitarbeitern der Reederei gespielt, die regelmäßig an den Übungen teilnehmen müssen.
Als Brandbekämpfer waren Feuerwehrleute aus Rostock und Lübeck im Einsatz. An Land übernahmen dann Retter von DRK und Malteser Hilfsdienst und übten, viele Verletzte gleichzeitig zu versorgen.
Geleitet wurde die Übung den Angaben zufolge von der Rostocker Feuerwehr, auch das Havariekommando Cuxhaven war beteiligt. Kapitän Adam und Christian Braun vom Havariekommando zogen am Abend ein positives Fazit. Eine detaillierte Auswertung mit allen Teilnehmern werde aber erst Ende Februar durch das Havariekommando vorgenommen, sagte Braun.
Die RoPax-Fähre „Berlin“ dient immer wieder als Übungsplattform für verschiedene Einsatzkräfte. Vor knapp einem Jahr etwa <link https: www.thb.info rubriken faehrschifffahrt single-view news landung-bei-20-knoten.html _blank bei>probte ein Rettungshubschrauber die Landung auf dem Helipad, während das Schiff seine Geschwindigkeit von 20 Knoten beibehielt. Und auch im Oktober 2017 hatte die 169 Meter lange Fähre bei einer Helikopter-Übung unterstützt. Damals kam ein Hubschrauber der Bundespolizei zum Einsatz. n mv/ger