Schlepper bringen SFK auf Erfolgskurs

Zum achten Mal in Folge kann die Reederei Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK) auf ein positives Geschäftsjahr zurückblicken. 2014 erwirtschaftete sie einen Umsatz von etwa sieben Millionen Euro.

„Besonders erfolgreich waren wieder die Schlepper“, teilte SFK-Geschäftsführer Andreas Schulz mit. Die sechs in der Schleppfahrt eingesetzten Schiffe haben einen so großen Überschuss erzielt, dass damit das Defizit in der Fähr- und Ausflugsschifffahrt ausgeglichen werden konnte. „Zum achten Mal in Folge können wir der Landeshauptstadt mit rund 30 000 Euro ein positives Ergebnis präsentieren“, so Schulz. Seit 2007 erwirtschaftet die SFK Gewinne vor Ergebnisübernahme durch die Muttergesellschaft, den Eigenbetrieb Beteiligungen der Landeshauptstadt Kiel (EBK).

„Schwarze Zahlen sind in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein großer Erfolg“, lobt auch der Aufsichtsratsvorsitzende Lutz Oschmann (Bündnis 90/Grüne).

Selbst die erheblichen Verzögerungen beim Umbau des Schleppers „Stein“ konnten die Bilanz nicht trüben. Der Umbau sei finanziell eine Punktlandung gewesen, erläuterte Schulz. Die „Stein“ war innerhalb von 15 Monaten bei der Kieler Lindenau Werft überholt und modernisiert worden. Inzwischen wird das Schiff vor allem bei Arbeiten im Kanal und den Holtenauer Schleusen eingesetzt.

Schleppaufträge von der Marine und die erneute Verlängerung der Charter für den Notfallschlepper „Bülk“ sorgten ebenfalls für Gewinne in der Flotte. Zudem konnte mit der Bundeswehr eine Rahmenvereinbarung über Schleppaufträge vereinbart werden. Damit ist die Marine jetzt einer der größten SFK-Kunden.

Bis zum Jahresende will SFK neue Konzepte erarbeiten, wie es mit den traditionsreichen Fördeschiffen weitergehen soll. Die jetzigen Einheiten sind über 30 Jahre im Dienst und benötigen eine Modernisierung. Angesichts kommender Herausforderungen wie der Landes-Wasser-Gartenschau und möglicherweise der Olympischen Spiele 2024 will die Reederei jetzt Optionen erarbeiten lassen. Dazu gehört auch die komplette Erneuerung der Fährschiffsflotte auf der Linie F1 nach Laboe. „Bis zum Jahresende werden wir wissen, wie es weitergeht“, so Schulz. Die 1983 und 1984 bei der Lindenau Werft gebauten Fähren „Strande“, „Laboe“ und „Heikendorf“ sind von den Planungen betroffen.

Signalwirkung soll auch die Fertigstellung des neuen Fähranlegers Reventlou-Brücke haben. Um den Fahrplan auf der Linie Bahnhof–Laboe noch attraktiver zu machen, seien auch die Anleger Teil des Konzepts.

Für die Erneuerung der kompletten Fährflotte wird ein zweistelliger Millionenbetrag veranschlagt. bre/FB

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