See-Land-Kommunikation stärken

Wie eine effektive Abstimmung zwischen Rettungsdienststrukturen auf See und an Land aussehen kann, zeigte am Wochenende eine fünfstündige Übung des Havariekommandos. Gemeinsam mit Rettungskräften des Landkreises Aurich wurde die Kollision eines Seeschiffes mit einer Fähre der AG Reederei Norden-Frisia simuliert.

Als Ort des Geschehens diente das Seegebiet zwischen Norddeich und der Insel Juist. Dort trainierten rund 250 Einsatzkräfte ihr Vorgehen, nachdem die „Frisia IX“ ihre Fahrt aufgrund der Kollision nicht fortsetzen konnte und 60 Verletzte zu beklagen waren.

Das Havariekommando übernahm die Gesamteinsatzleitung für den Seeunfall und brachte zwei Verletztenversorgungsteams aus Bremen und Cuxhaven sowie eine Brandbekämpfungseinheit aus Emden in das Einsatzgebiet. Den Transport der Einheiten übernahmen Wiking Helikopter Service und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger. Parallel dazu errichteten Einsatzkräfte aus dem Landkreis Aurich auf dem Gelände von Niedersachsen Ports eine Verletztensammelstelle. Nach dem Anlegen der „Frisia IX“ im Osthafen von Norddeich stellten der Rettungsdienst, das Deutsche Rote Kreuz und die Freiwillige Feuerwehr Norden die Verletztenversorgung sicher und leiteten deren Transport in die weiter behandelnden Kliniken ein.

„Die gemeinsame Kommunikation aller Einsatzkräfte sowie die Kontrolle über den Informationsfluss und die Meldewege waren die bedeutendsten Herausforderungen bei dieser Großübung“, stellte Thomas Weege, Nordens 2. stellvertretender Stadtbrandmeister, fest. Die Ergebnisse werden in den kommenden Wochen analysiert und fließen dann in die Rettungskonzepte des Havariekommandos ein. bre

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