„Sophia“-Mandat ausgeweitet

Die Fregatte „Karlsruhe“ ist derzeit vor Libyen im Einsatz (Foto: Bundeswehr, Björn Wilke)
Der UN-Sicherheitsrat hat jetzt das Mandat für den EU-Militäreinsatz im Mittelmeer vor Libyen ausgewei tet.
Nachdem das Gremium bereits im Oktober vergangenen Jahres ein militärisches Vorgehen gegen Flüchtlingsschleuser erlaubt hatte, beauftragte der Rat die EU nun, im Rahmen der Operation „Sophia“ auch gegen Waffenschmuggler vorzugehen. Verdächtige Schiffe dürften abgefangen und Schmuggler festgenommen werden, entschied der 15-Mitglieder-Rat am Dienstag in New York einstimmig.
Das vorerst auf ein Jahr begrenzte Mandat soll den illegalen Waffenschmuggel nach Libyen eindämmen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) begrüßte am Mittwoch den Beschluss des UN-Sicherheitsrates und wertete ihn als „sehr gutes Zeichen“ der Geschlossenheit der Welt gemeinschaft.
Die Bundeswehr ist derzeit mit fast 400 Soldaten auf der Fregatte „Karlsruhe“ und dem Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ an „Sophia“ beteiligt. Die Operation ist nach einem somalischen Mädchen benannt, das am 24. August 2015 an Bord der Fregatte „Schleswig-Holstein“ zur Welt kam. Nach EU-Angaben hat „Sophia“ schon dazu beigetragen, mehr als 15.000 Leben zu retten, 71 Schmuggler festzunehmen und 139 Schmugglerboote außer Gefecht zu setzen. bre/dpa

