Tanker erreichen Vereinigte Arabische Emirate

Nach den mutmaßlichen Angriffen im Golf von Oman am Donnerstagmorgen haben die beiden betroffenen Tanker „Front Altair“ und „Kokuka Courageous“ sicher die Vereinigten Arabischen Emirate erreicht. Vor Ort sollen nun weitere Untersuchungen stattfinden, um die Hintergründe der Beschädigungen zu ermitteln.

Über das Wochenende und auch am Montag war vieles weiterhin unklar. So zeichnete sich auch in der EU keine geschlossene Unterstützung für die Vorwürfe der USA ab, die den Iran noch am Donnerstag für die Zwischenfälle verantwortlich machten. Unter anderem Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und seine Kollegen aus Luxemburg, Österreich und den Niederlanden stellten am Montag klar, dass sie zum derzeitigen Zeitpunkt noch keine Anschuldigungen erheben wollen. Die SPD forderte zudem eine unabhängige internationale Untersuchungskommission.

„Wir sammeln weiterhin Informationen“, sagte Maas bei einem Treffen in Luxemburg. Man kenne die Erkenntnisse der amerikanischen und auch der britischen Geheimdienste, habe aber selbst noch nicht abschließend entschieden. Großbritannien, ebenso wie Saudi-Arabien, hatte sich zwischenzeitig den US-Anschuldigungen angeschlossen. Der Iran wies sie zurück.

Die Schifffahrt wurde durch die Zwischenfälle empfindlich getroffen. Über die Meerenge zwischen dem Golf von Oman und dem Persischen Golf, die Straße von Hormus, läuft ein großer Teil des weltweiten Öltransports per Schiff. Bereits in der vergangenen Woche riefen mehrere Schifffahrtsorganisationen zur Deeskalation in der Region auf. ger/dpa

Teilen
Drucken

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Nach oben