Terrorgefahr: US-Hafenanlagen evakuiert

Sicherheitskräfte durchsuchten die „Maersk Memphis“ nach einer Bombendrohung, Foto: Hasenpusch
Im US-Staat South Carolina untersuchten Sicherheitsbehörden eine mögliche Terrorgefahr an Bord des Containerfrachters „Maersk Memphis“ (6200 TEU).
US-Medien berichteten, es gab Warnungen vor einer sogenannten schmutzigen Bombe. Gemeint ist damit ein herkömmlicher Sprengsatz gemischt mit radioaktivem Material, das durch die Explosion verteilt wird. Es handelt sich dabei um keine Atombombe.
Die Behörden betonten, dafür gab es keine glaubhaften Informationen, meldete der Sender ABC. Wie die Küs tenwache am Donnerstagmorgen auf Twitter mitteilte, wurden Teile des Hafens von Charleston im Umkreis von einer Seemeile evakuiert. Worum es sich bei dem verdächtigen Container an Bord der 299,47 Meter langen und 40 Meter breiten „Maersk Memphis“ handelt, teilte die Küstenwache nicht mit. Das 2007 gebaute Schiff des dänischen Weltmarktführers liegt bis auf weiteres auf Reede vor dem Wando Terminal in Charleston.
Der Lokalsender WCSC berichtete unter Berufung auf Einsatzkräfte, bislang sei keine Strahlung festgestellt worden. ABC zitierte einen Mitarbeiter der Küstenwache, dass ein Verschwörungstheoretiker auf YouTube vor einer schmutzigen Bombe auf dem Schiff gewarnt hatte. Man sei übervorsichtig, deshalb wurde die Behauptung untersucht. Auch die Bundespolizei FBI ermittelt.
In der vergangenen Woche hatte eine Bombendrohung den Fährverkehr von Scandlines auf der Ostsee zwischen Deutschland und Dänemark völlig lahmgelegt. Betroffen waren die Routen Puttgarden–Rødby und Rostock–Gedser. Sprengstoffexperten der Polizei mit Spürhunden durchsuchten auch die „Schleswig Holstein“. Erst nach Stunden konnte Entwarnung gegeben werden. Es kam zu erheblichen Verspätungen und geänderten Fahrzeiten. FBi/dpa
