Timeline zur „Glory Amsterdam“
Von der Havarie bis zur Veröffentlichung des BSU-Abschlussberichts hat es lang gedauert. Ein zeitlicher Abriss.
29. Oktober 2017: Der Massengutfrachter treibt manövrierunfähig auf eine Sandbank vor Langeoog.
2. November 2017: Nach mehreren Bergungsversuchen wird das Schiff befreit und nach Wilhelmshaven geschleppt, wo es inspiziert wird.
11. Dezember 2017: Gegen den chinesischen Kapitän ermittelt die Wasserschutzpolizei wegen des Verdachts auf Gefährdung des Schiffsverkehrs. Konkrete Ergebnisse liegen noch nicht vor.
19. Dezember 2017: Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste (SDN) fordert eine zügige Aufklärung der Strandung.
22. Januar 2018: Kritik am Rettungskonzept wird lauter. Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) fordert mehr Sicherheit auf See.
6. Februar 2018: Das Havariekommando erhebt schwere Vorwürfe gegen den Kapitän wegen widersprüchlicher Angaben zur Manövrier- und Fahrtüchtigkeit des Schiffs.
5. September 2018: Die BSU sieht sich bei der Aufarbeitung der Havarie gut im Zeitplan. Im Bundestag laufen mehrere Kleine Anfragen zum Hergang des Unfalls.
29. Oktober 2018: Die BSU veröffentlicht nur einen Zwischenbericht zur Havarie.
28. Dezember 2018: Die SDN stimmt dem BSU-Zwischenbericht teilweise zu, moniert aber auch Fehler.
6. März 2019: Die BSU veröffentlicht den Abschlussbericht zur Havarie. fab
Zitate zur Havarie
„Auf keinem Einsatzschlepper der Welt gibt es eine für das Standard-Winschverfahren der Bundespolizei notwendige, optimal geeignete Winschfläche.“
Hans von Wecheln (Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste) im Dezember 2018
„Auch auf Frachtern müssen Vorrichtungen wie Notschleppgeschirre oder besonders starke Poller vorgeschrieben sein.“
Uwe Garrels (Bürgermeister Langeoog) im Oktober 2018
„Wir brauchen ein starkes Havariekommando, das personell und technisch bestens für den Notfall gerüstet ist“
Olaf Lies (Umweltminister Niedersachsen) im Januar 2018
