U-Boot-Flotte wird erneuert

Die britische U-Boot-Flotte mit nuklearer Bewaffnung soll erneuert werden.

Einen entsprechenden Beschluss hat das Parlament in London jetzt mit großer Mehrheit gefasst. Nach stundenlanger Debatte stimmten 472 Abgeordnete für das umgerechnet 37 Milliarden Euro teure Rüstungsprogramm. 117 Abgeordnete votierten dagegen.

Für Großbritanniens neue Premierministerin Theresa May war die Abstimmung eine Premiere. Sie hielt ihre erste Rede im Parlament nach ihrem Amtsantritt. Die Zustimmung galt jedoch als sicher, nur einer von 323 konservativen Abgeordneten stimmte gegen die Erneuerung. Auch die Mehrheit der Labour-Abgeordneten folgte der Beschlussvorlage der Regierung. Und das, obwohl sich Labour-Chef Jeremy Corbyn gegen eine Erneuerung der U-Boot-Flotte ausgesprochen hatte.

May sagte bei der Parlamentsdebatte, die atomare Abschreckung sei „zentraler Teil der nationalen Sicherheit und Verteidigung“ Großbritanniens. „Wir können unsere ultimative Absicherung nicht aufgrund eines unangebrachten Idealismus aufgeben. Das wäre ein waghalsiges Glücksspiel“, so May. Gegnern der atomaren Bewaffnung warf sie vor, „die Feinde des Landes“ zu verteidigen.

Die britische U-Boot-Flotte zur nuklearen Abschreckung besteht aus vier Einheiten der Vanguard-Klasse. Jeweils eines der Schiffe befindet sich seit 1969 ständig auf hoher See. Im Falle eines atomaren Angriffs auf das Vereinigte Königreich stünden die mit nuklearen Sprengköpfen bestückten Raketen für einen Vergeltungsschlag zur Verfügung. Die Schiffe sollen nun nach und nach durch Nachfolgemodelle ersetzt werden. dpa/fab

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