U-Boot-Schnorchel defekt
Bei der Havarie des seit gut zwei Wochen von der Meeresoberfläche verschwundenen argentinischen U-Boots „ARA San Juan“ gibt es einen neuen Erklärungsversuch.
Danach könnte beim Transfer des Bootes mit seiner 44 Mann starken Besatzung von Feuerland zum Heimatstützpunkt Mar del Plata, 400 Kilometer südlich der Hafen- und Hauptstadt Buenos Aires, als Folge des hohen Wellengangs Seewasser in das Schnorchelsystem des U-Bootes in großen Mengen eingedrungen sein, das in der Folge zu einem Kurzschluss von Teilen der Akkumulatoren im Boot geführt haben könnte.
In seiner letzten Funkverbindung hatte der Kommandant des Bootes, das bei den damaligen Nordseewerken in Emden für die Argentinische Marine gebaut und an 1985 übergeben wurde, berichtet. Das geht aus einem jetzt bekannt gewordenen internen Untersuchungsbericht der Marine hervor, der zu Wochenbeginn vom Nachrichtensender A24 veröffentlicht wurde.
Eine internationale Suchmission durchkämmt weiter das großräumige Seegebiet im Südatlantik. Die Suche wird dabei erschwert durch den Seegang sowie die große Bandbreite der Wassertiefen. Die Rede ist von einer Tiefe bis zu 3000 Meter.
Unter anderem nehmen ein ferngesteuertes Mini-U-Boot der US-Navy und ein russisches Rettungs-U-Boot an der Suche teil. Darüber hinaus kommen verschiedene, eigentlich für die U-Boot-Bekämpfung aus der Luft ausgerüstete Seefernaufklärer zum Einsatz. EHA/dpa
