Weniger Grenzübertritte

Die Zahl illegaler Grenzübertritte in die EU ist 2018 auf 150.000 gesunken. Das sei der niedrigste Stand seit fünf Jahren und liege 92 Prozent unter dem Wert aus dem Jahr 2015, teilte die EU-Grenzschutzagentur Frontex mit.

Nach Frontex-Angaben machte sich vor allem bemerkbar, dass 2018 deutlich weniger Migranten versuchten, über das Mittelmeer nach Italien zu gelangen: Mit etwas mehr als 23.000 wurden rund 80 Prozent weniger illegale Grenzübertritte festgestellt als im Jahr zuvor. Von Libyen aus begaben sich 87 Prozent weniger Menschen auf den Weg als im Vorjahr. Über die zentrale Mittelmeerroute kamen vor allem Tunesier und Eritreer.

Dagegen verdoppelte sich die Anzahl der Migranten, die über das westliche Mittelmeer Spanien erreichten, auf 57.000. Die meisten Menschen, die hier ankamen, legten in Marokko ab. Unter ihnen waren vor allem Menschen aus Mali, Guinea, Marokko und Algerien. Auch über die östliche Mittelmeerroute kamen mehr Migranten als im Jahr davor: 56.000 illegale Grenzübertritte registrierte Frontex hier. Das sei ein Anstieg von rund einem Drittel gegenüber 2017. dpa/fab

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