Auf Schlepper „Claus“ wartet viel Arbeit

Große Freude bei der Lübecker Reederei J. Johannsen & Sohn: Das Traditionsunternehmen übernahm dieser Tage den neuen Schlepper „Claus“.

Die Plattform entstand auf der türkischen Werft Med Marine. Das Schiff ist Teil einer Serie. Das Design mit der Bezeichnung RA3200 stammt vom weltweit führenden kanadischen Konkstruktionsbüro Robert Allan Ltd. Die „Claus“ ist speziell für Einsätze in Seehäfen sowie für Verschleppungen und Offshore-Einsätze konzipiert.

Man erwerbe damit „ein qualitativ hochwertiges Fahrzeug mit überdurchschnittlicher Flexibilität“, stellt das Unternehmen fest und erinnert daran, dass nach seiner Marktbeobachtung die Masse der Neubau-Ablieferungen der zurückliegenden Monate an verschiedene Reedereien in Nordeuropa hinsichtlich Vermessung, Bunkerkapazität und Ausrüstung eher im unteren Leistungsbereich angesiedelt und zudem auf klassische Hafen-Tätigkeiten fokussiert waren.

„Unsere Unternehmensausrichtung umfasst auch alle seegängigen Arbeiten, so dass reine Hafenschlepper uns zu sehr einschränken würden. Mit dem neuen „Claus“ können wir nahezu alle Schleppdienstleistungen anbieten“, betont Michael Schaefer, 46, Geschäftsführer und Inhaber der Reederei J. Johannsen & Sohn.

Der Pfahlzug von 75 Tonnen sei zudem ausreichend bemessen für Arbeiten an allen Schiffs- und Pontongrößen, ergänzt Schaefer. Und weiter: „Seit fünf Jahren haben wir uns speziell mit diesem Design und entsprechender Auslegung beschäftigt.“ Die bis jetzt erlebte Resonanz bei Kunden sowie potenziellen Auftraggebern sei ausgesprochen positiv ausgefallen.

Der Schlepper-Neubau „Claus“ ist mit einem ASD-Antriebssystem mit Einheiten SRP 1515 cp von Schottel sowie 2 CAT 3512C Hauptmaschinen mit einer Gesamtleistung von 4200 kW ausgelegt. Er verfügt über eine vordere Doppelschleppwinde sowie achtere Ankerziehwinde, einen Bordkran und weitere Sonderausrüstung.

Das vor mehr als 100 Jahren gegründete Unternehmen hatte nach eigener Darstellung vor einem Jahr ein ähnliches Fahrzeug erworben, den Schlepper „Carl“ mit 52 Tonnen Pfahlzug. Die Flotte umfasst aktuell vier Einheiten, soll aber weiter wachsen. EHA

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