Axxum steigt bei AKF Siemers ein

Projektverladungen zählen zu den Kernkompetenzen von AKF Siemers, Archivfoto: AKF Siemers
Das insolvente Hamburger Traditionsunternehmen AKF Siemers hat einen neuen Investor gefunden. Wie die Rechtsanwälte Matthias Krämer als Generalbevollmächtigter und Dr. Jens-Sören Schröder als Sachverwalter der AKF-Siemers-Gruppe jetzt mitteilten, sind alle drei operativ in Hamburg tätigen Gesellschaften für Industrieverpackung und Projektverladungen an die Axxum Holding aus Wuppertal übergegangen. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.
Axxum, eigenen Angaben zufolge einer der führenden europäischen Anbieter für Verpackungs- und Logistiklösungen, werde in Hamburg 90 Prozent der 82 Beschäftigten übernehmen. Für den nicht übernommenen Standort AKF Siemers Westfalen in Ennigerloh mit 33 Beschäftigten würden derzeit Optionen geprüft. Die AKF Siemers Süd am Standort in Laichingen mit 15 Beschäftigten habe sich bereits vor dem Insolvenzantrag in Schließung befunden. „Wir sind froh, dass uns der Sprint gelungen ist und sich innerhalb von nur knapp einem Monat ein Investor gefunden hat, der den Großteil der Unternehmen der AKF-Siemers-Gruppe übernimmt. Das war in der Geschwindigkeit zwar gewünscht, aber nicht vorhersehbar“, teilen Generalbevollmächtigter Matthias Krämer und Sachwalter Jens-Sören Schröder mit.
Das Unternehmen wurde 1886 von Adolf Siemers unter dem Namen „Packkistenfabrik Adolf Siemers“ in Hamburg gegründet und firmierte zwischenzeitlich als „Altonaer Kistenfabrik Adolf Siemers“. Kernkompetenz ist die Herstellung individueller Verpackungen für den See-, Luft- und Lkw-Transport von Maschinen- und Anlagegütern sowie die Verladung kompletter Industrieanlagen. Hinzu kommt die Herstellung von Verpackungen für Schwer- und Gefahrgut, die Containerstauerei und die Erbringung von Speditionsdienstleistungen. Kunden sind sowohl Maschinen- und Anlagenbauer wie Bosch, Dürr und MTU als auch Großspeditionen wie Kühne & Nagel, Schenker, DHL und Dachser. bek
