Behörden drehen den Hahn zu

Damit auf der Weser weiterhin Binnenschiffsverkehr möglich ist, erfuhr der norddeutsche Fluss auch eine gezielte Wasserzufuhr über den Edersee. Doch damit ist es jetzt vorbei.

Denn aufgrund der extremen Trockenheit wird die Wasserabgabe aus dem nordhessischen Edersee für die Oberweser deutlich reduziert.

Wie ein Sprecher des zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Hannoversch Münden vor Redaktionsschluss mitteilte, sollte ab Dienstagabend auf die Mindestabgabe von 6000 Litern pro Sekunde umgestellt werden. Eine solche Maßnahme entspreche einer Verringerung um über Dreiviertel der zuletzt abgegebenen Menge. Infolgedessen werde der Pegelstand in der Oberweser deutlich sinken. Schiffe müssen daher mit Einschränkungen rechnen, stellte der Sprecher in Aussicht.

Seit Wochen wird massiv Wasser aus dem Edersee abgelassen, um so die Weser für Schiffe befahrbar zu halten. Der angestrebte Mindestwasserstand am Pegel Hann. Münden (Niedersachsen) liegt bei 1,20 Metern. Er wurde zuletzt wegen der Trockenheit auf 1,15 bis 1,18 Meter im Tagesdurchschnitt gesenkt. Ohne das Wasser aus dem Edersee werde er bei 70 bis 75 Zentimetern landen, ergänzte der Sprecher. Der Füllstand des Edersees ist in nur drei Monaten auf rund 20 Prozent abgesunken. EHA

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