China-Exodus auf der Fachmesse „Fruit Logistica“

2019 noch unübersehbar: China-Aussteller auf der Fruit Logistica in Berlin, Foto: Arndt
Überschattet von der Corona virus-Epidemie in China beginnt am Mittwoch in Berlin die weltweit größte Fachmesse rund um die weiter wachsende Frischfrucht-Branche.
Die Messe Berlin, die die „Fruit Logistica ausrichtet, freut sich über rund 3300 Aussteller aus insgesamt 93 Ländern- eine Rekordteilnahme. Allerdings: Ohne die Coronavirus-Krise wäre die Zahl der Aussteller noch höher ausgefallen. „Am Tag vor der Veranstaltung hatten bereits rund 50 Prozent der chinesischen Aussteller ihre Teilnahme abgesagt“, teilte die Messegesellschaft mit. Gerade aus dem Reich der Mitte hatten im Vorjahr sehr viele Unternehmen Hallenfläche belegt.
Die Messeleitung räumt dem weltbeherrschenden Gesundheitsthema höchste Priorität ein. Das beinhaltet auch, dass Ausstellern und Fachbesuchern der Zugang zum Messegelände verwehrt wird, bei denen der Verdacht besteht, dass sie „zur Risikogruppe in Bezug auf den Coronavirus gehören“. Organisatorisch bedeutet das unter anderem, dass jeder Messeteilnehmer eine Gesundheitserklärung ausfüllen muss, die er dem Sicherheitspersonal vor Betreten des Messegeländes zeigen und weiter mitführen muss. Dabei stellt die Messegesellschaft klar: „Falls Sie, als Besucher der Fruit Logistica, zur Risikogruppe gehören, oder sich weigern, die Erklärung auszufüllen, wird Ihnen der Zutritt zum Gelände verwehrt.“ Zugleich betont die Messegesellschaft, dass sie damit nur den „Anweisungen der Gesundheitsbehörden des Landes Berlin“ Folge leistet.
Diesjähriges Partnerland der Fachmesse, die traditionell auch viele Reedereien und Logistiker anzieht, ist Ecuador. EHA
