Covid-19 heißt auch: Auf Sicht fahren

Jeder Morgen beginnt in diesen Tagen mit einer „C“-Meldung. Und jeder Abend klingt mit einem „C“-Bericht aus. Wir reden über „C“ wie Coronavirus.

Auch die Arbeitsabläufe in der Redaktion des Täglichen Hafenberichts (THB) werden durch diese, die ganze Welt erschütternde Seuche nachhaltig geprägt. Wir haben die Berichterstattung dazu in der zurückliegenden Woche noch einmal messbar ausgeweitet. „Gefühlt“ machen Beiträge rund um das „C“ etwa die Hälfte der Gesamtberichterstattung aus.

Aus dem immer wilder schäumenden Informationsmeer filtert die THB-Redaktion dabei die Fakten, Berichte, Bilder und anderen Informationsbausteine, die für die maritime Verbundwirtschaft von Nutzen und Wert sind. Das alles mit dem Ziel, unseren Lesern, die in ihrem Tagesgeschäft ebenfalls vom „C“-Geschehen bestimmt, vielleicht auch bereits beherrscht werden, ein möglichst aktuelles maritim geprägtes Lagebild zu vermitteln.

Dabei stellen wir aber seit dieser Woche auch das fest: Weil immer mehr Firmen, Verbände oder Verwaltungen auf einen Homeoffice-Betrieb umstellen, zum Teil auch umstellen müssen, dünnen die Informationsströme langsam aus. Hinzu kommt, dass vor dem Hintergrund allgemeiner Versammlungsverbote – in Kürze möglicherweise auch eines nationalen Ausgehverbotes – keine Veranstaltungen mehr stattfinden: keine Konferenzen, keine Fachmessen, keine Workshops und auch keine Präsenz-Pressekonferenzen mehr. Das ist alles nachvollziehbar, macht das Arbeiten aber nicht leichter. Auch klassische Produktpräsentationen entfallen beziehungsweise werden auf ein Minimum reduziert. Darüber hinaus wird auch die vom THB genutzte Nachrichtenagentur DPA ihr Angebot reduzieren, weil Abläufe an das „C“-Zeitalter angepasst werden müssen.

Als THB haben wir uns trotz dieser schwieriger werdenden Rahmenbedingungen fest vorgenommen, Sie, unsere geschätzten Leser und auch treuen Abo-Kunden, so lange wie möglich auf einem qualitativ hohem Niveau zu unterrichten. Hier sind Sie als unsere Leser herzlich eingeladen, uns von Ihren Erfahrungen, Erlebnissen und Herausforderungen rund um „Covid-19“ zu berichten, in Wort und auch in Bild. Wir werden es gerne ins Blatt heben.

Uns ist auch bewusst, dass wir an die Grenzen des eigenen Anspruches stoßen können und werden. Bereits in dieser Woche mussten wir, „C“-bedingt, für einige Ausgaben auf die geschätzten Service-Inhalte „Frachtabschlüsse“ und „Schiffsverkäufe“ verzichten. Das bedauern wir sehr.

Für die kommende Woche ist wieder die Rückkehr zur Normalität erkennbar. Auch beim Umfang sind wir weiter auf das Ihnen vertraute Gesamtpaket – acht Seiten Redaktion, acht Seiten Service-Seiten, also Schiffsliste – ausgerichtet. Und doch haben wir als THB, wie auch andere Firmen und Einrichtungen, einen „Plan B“ ausgearbeitet. Wir fahren – wie andere auch – auf Sicht.

Als THB schreiben wir ein wichtiges Stück dieser Geschichte rund um „Covid-19“ mit. Maßgeschneidert, konzentriert auf die besondere Interessenlage der maritimen Wirtschaft. Wir sind damit wertvolle Chronisten. Wir sind Begleiter, wir sind Helfer. Wir sind ein wichtiger Bestandteil dieser maritimen Industrie, auf deren einwandfreies Funktionieren die Gesellschaft zwingend angewiesen ist.

Wir nehmen diese Herausforderung an. Wir stehen an der Seite dieser fantastischen maritimen Wirtschaft. Denn das ist doch gewiss: Es wird auch wieder eine Epoche nach dem „C“ geben. In diesen Tagen gibt es neben den üblichen Grußformeln auch diesen fantastischen Zusatz: „Bleiben Sie gesund.“ Ja, das wünscht Ihnen, liebe Leser und treue Abo-Kunden, von Herzen Ihr THB-Team.

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