Deutsch-russische Kooperation

DTL-Direktor Anton Zamkov (links) und HHM-Vorstand Ingo Egloff, Foto: HHM/Alexander Zubkov
Hafen Hamburg Marketing (HHM) und der russische Verein „Digital Transport and Logistics“ (DTL) haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.
„Unsere Länder haben bereits heute bei der Digitalisierung im Transport- und Logistikbereich hohe Standards“, sagte HHM-Vorstand Ingo Egloff jetzt auf Logistikmesse TransRussia. „Austausch und Kooperation können uns dabei helfen, schneller und einfacher neue Logistikketten zu bilden und digitale internationale Transportkorridore zu optimieren.“
Der stellvertretende Verkehrsminister Russlands, Alexei Semenov, unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen DTL und Hamburg als größtem Seehafen Deutschlands: „Der Erfahrungsaustausch zwischen den führenden Unternehmen der russischen Transportbranche und den Hafenunternehmen aus der Metropolregion Hamburg ist deshalb so wichtig, weil heute schon in Hamburg sehr viele digitale Lösungen und Dienstleistungen erfolgreich genutzt werden“. Dies wären beispielsweise Anwendungen, die auch zur Entwicklung der multimodalen Güterverkehre zwischen Russland und Deutschland beitragen könnten.
Eine weitere Kooperationsvereinbarung hat Hamburg Hafen Marketing in Moskau mit Rosatom geschlossen. Die Unternehmensgruppe ist von der russischen Regierung beauftragt worden, die Gebiete entlang der „Nördlichen Seeroute“ (NSR) zu entwickeln. HHM und Rosatom wollen die Zusammenarbeit zwischen den Häfen entlang der NSR und den Häfen der Metropolregion Hamburg stärken und ausbauen. Auf dem arktischen Seeweg wurden 2018 nach Angaben von Rosatom rund 20,2 Millionen Tonnen Güter transportiert. Die ganzjährige Schiffbarkeit entlang der NSR soll nach Vorstellung der russischen Entwicklungsbehörde bis 2030 erreicht werden. bek
