Duisburger Startport nimmt Fahrt auf

Erich Staake (r.) im Dialog mit den Start-ups Freightpilot, DepotCity, Cargo-Bay, Aindex Ruhr und Shippion, Foto: duisport/krischerfotografie
Der Duisburger Hafen hat die ersten fünf Start-ups präsentiert, die in den fünften Stock der ehemaligen Wehrhahnmühle im Duisburger Innenhafen einziehen – den Startport.
Zusammen mit Partnern hat der Duisburger Hafen diesen Inkubator als Keimzelle für Innovationen gegründet. So sollen junge Firmengründer, vor allem aus dem IT-Bereich, gefördert und gecoacht werden.
„Wir sind damit proppenvoll und müssen demnächst mehr Platz anbieten“, sagte Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG. Die nächste Bewerbungsrunde endet im Sommer, bis Ende des Jahres sollen dann weitere Unternehmen hinzukommen. Staake hat bereits eine Immobilie im Auge: eine ehemalige Villa von Thyssenkrupp im Logport in Duisburg-Rheinhausen. Die Start-ups zahlen dabei keine Miete. Im Gegenzug haben Hafen und Partnerfirmen des Startports die Möglichkeit, als erste bei ihnen einzusteigen.
Die ersten Logistikteams, Aindex Ruhr, Cargo-Bay, DepotCity, Freightpilot und Shippion, arbeiten seit März im Programm. Sie haben rund ein Jahr Zeit, um aus ihren Ideen marktreife Produkte zu entwickeln. „Vielleicht schaffen es einige nicht. Doch das ist nicht so wichtig“, sagte Staake. Es gehe darum, neue Ideen an den Start zu bringen und sich zu versuchen.
In dem Gründerzentrum sollen bevorzugt Themen behandelt werden, die den „Exklusivpartnern“ des Startports einen Nutzen bringen. Das sind außer Duisport der Stahlhändler Klöckner & Co, das Chemieunternehmen Evonik und der Initiativkreis Ruhr mit weiteren Unternehmen. Neu dabei sind jetzt die IT-Unternehmen Cisco und Bechtle. Die Partner sind Mitglied im Beirat der Startport GmbH und entscheiden bei der Übernahme von Start-ups in das Programm mit. Sie könnten auch eigene Projektteams entsenden.
So werden in Kürze Mitarbeiter des Klöckner-Start-ups Xom dort einziehen. Auch Bechtle will eine Mitarbeiterin entsenden. Zum Netzwerk des Startports gehören außerdem unter anderem die Universität Duisburg-Essen, die Hochschule Rhein-Waal in Kleve, die Deutsche Bank, das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik sowie Roland Berger, Steuerberater und Werbeagenturen. Die fünf neuen Start-ups kommen aus dem Big-Data-Bereich und sind in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. gra/ger