Eichholtz verdoppelt Lagerkapazitäten

Kunden und Gäste bei der Eröffnungsfeier der Firma Eichholtz für die neue Kühlhalle, Foto: Eichholtz, Steinhaus
Das Hamburger Unternehmen Eichholtz hat jetzt eine neue Kühlhalle eingeweiht.
Mit dem 30.000 Quadratmeter großen Gebäude erweitert die Traditionsfirma ihre Gesamtkühlkapazitäten an der Müggenburger Straße um mehr als 50 Prozent auf nun 60.000 Quadratmeter. Das Investitionsvolumen beträgt mehr als 3,5 Millionen Euro. „Der Bau ist durch die energiesparende Kälteanlage eine der modernsten Kühlhallen Europas“, sagte Franziska Kraupner, Geschäftsführerin der Eichholtz GmbH, bei der offiziellen Eröffnung am vergangenen Freitag. Rund 160 Gäste waren dabei.
Der Umgang mit sensiblen Lebensmitteln unterliege hohen Qualitätsansprüchen. Diese würden mit modernen technischen Anlagen erfüllt. Nach einer einjährigen Bauphase werden in der Halle künftig Mandeln, Hasel- und Chashewnüsse, aber auch Saaten wie Kürbiskerne aus China oder Mohn, Sonnenblumenkerne und Chia-Saaten – unter anderem für Brötchen-Backmischungen – schonend gelagert. Die Raumtemperatur beträgt konstant zehn bis zwölf Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von 65 Prozent. Dies biete optimale Bedingungen, um die Qualität der Ware zu garantieren und einem Schimmel- und Insektenbefall vorzubeugen. Die Deckenhöhe von zehn Metern werde durch die Stapelung mit Mobilracks komplett ausgenutzt. Durch eine digitale Temperatursteuerung mit präziser Feuchtigkeitskontrolle sei die Kälteanlage besonders energiesparend und -effizient.
Das in dritter Generation geführte Familienunternehmen übernimmt als IFS-zertifizierter Full-Service-Dienstleister nicht nur die Lagerung von Rohwaren und Non-Food-Produkten, sondern bietet auch die Veredelung, Kommissionierung und das Konfektionieren von Lebensmittelrohwaren an. Die Kunden können ihre Ware bei Eichholtz von Fremdteilen reinigen lassen. Der Betrieb hat im vergangenen Jahr in die Reinigungsanlage, die unter anderem mit Röntgentechnologie ausgestattet ist, investiert und neue Steinausleser und Metallabscheider einbauen lassen. Mit dem hochmodernen lebensmittelgeeigneten Becherwerk werden die Rohstoffe schonend durch die einzelnen Stationen der Anlage transportiert. Das Wiegen, Sortieren und Umfüllen von Sackware und aus Big Bags in jede Art von Verpackung gehört ebenso zum Service wie der Transport der Waren vom Containerterminal ins Lager bis hin zum Kunden. Die Zoll- und Dokumentenabwicklung ist auch im Angebot von Eichholtz enthalten.
„Seit der Gründung 1932 bis zum heutigen Tag, stehen wir unseren Kunden mit unserem Know-how, unseren Dienstleistungen aus einer Hand und Investitionen in technische Neuerungen zur Seite. Die neue Kühlhalle setzt unseren Anspruch an qualitativ hochwertigen Service konsequent fort“, freut sich Kraupner.
Die ehemaligen Quartiersleute aus der Speicherstadt haben sich zu einem hochmodernen Full-Service-Dienstleistungsunternehmen rund um die Lagerung und Bearbeitung von Lebensmittelrohwaren weiterentwickelt. Damit sind sie ein wichtiger Bestandteil der Wertschöpfungskette im Universalhafen Hamburg. FBi
