Experte: Kameras an Bord installieren
Der Direktor des Rostocker Thünen-Instituts für Ostseefischerei, Christopher Zimmermann, hat an die Dorschfischer in der westlichen Ostsee appelliert, sich an das Rückwurfverbot zu halten. Hintergrund sei, dass der starke 2016er-Jahrgang nun in die Fischerei hineinwachse. „Wir haben die Riesenchance, die Westdorsch-Population innerhalb eines Jahres wieder aufzubauen“, sagte Zimmermann am Montag. Es sei jedoch zu befürchten, dass nun große Mengen von knapp zu kleinen Fischen gefangen und über Bord geworfen werden. In der östlichen Ostsee werde das Rückwurfverbot offensichtlich kaum eingehalten. „Wenn dies in der westlichen Ostsee auch geschieht, wird die Erholung des Bestands nicht gelingen.“
Für Zimmermann wäre die Ausrüstung der Schiffe mit Kameras die optimale Lösung. So könnte das Vorgehen auf hoher See dokumentiert werden. Die Fischfang-Lizenz könnte mit dem Zwang zur Installation von Kameras verknüpft werden. dpa/FBi
