Große 5G-Pläne an der Elbe

Die Auktion von deutschen 5G-Mobilfunkfrequenzen ist beendet. Die vier Provider – die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und Drillisch – bezahlen für die 5G-Frequenzblöcke insgesamt 6,55 Milliarden Euro, wie die Bundesnetzagentur mitteilte.

Mit dem Ende der Auktion wurde ein wichtiger Meilenstein zur Einführung der fünften Mobilfunkgeneration (5G) erreicht. Der für digitale Infrastruktur zuständige Bundesminister Andreas Scheuer (CSU) zeigte sich zufrieden – das Geld werde den Netzausbau „entscheidend voranbringen“. Der Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, sprach von einem „Startschuss für 5G in Deutschland“.

Für den Wirtschaftsstandort Hamburg sei jetzt entscheidend, dass die Hamburger Unternehmen die Potenziale von 5G schnell nutzen können. Darauf weist André Mücke, Vizepräses der Handelskammer Hamburg, in einer Stellungnahme zum Ende der 5G-Auktion hin. Dafür solle Hamburg zu einer der fünf Modellregionen im Zuge der „5x5G-Strategie“ der Bundesregierung werden, die die Intensivierung von Forschung und Entwicklung in 5G-Pionierregionen vorsieht. „Hamburg bietet mit seinem Logistikschwerpunkt und dem 5G-Testfeld im Hafen ideale Voraussetzungen, den neuen Mobilfunkstandard im Bereich vernetzte und automatisierte Mobilität zu testen und die Ergebnisse im Rahmen des ITS-Weltkongresses 2021 zu präsentieren“, sagt Mücke. Die Handelskammer fordert den Senat daher auf, sich für eine solche Modellregion zu bewerben.

Bei aller Freude über den neuen Mobilfunkstandard dürfe nicht vergessen werden, dass es auf der wichtigen Wasserstraße Elbe und in der Deutschen Bucht immer noch Funklöcher gebe. Mücke: „Die Unter- und Außenelbe sowie das Elbmündungsgebiet müssen zumindest mit dem 4G-Standard versorgt werden, um einen schnellen Kommunikationsprozess auf der maritimen Lieferkette zu gewährleisten.“ bek/dpa

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