Hapag-Lloyd bekommt Auftrieb

Hapag-Lloyd (hier der 11.519-TEU-Frachter „Valparaiso Express“) steigert Transportmenge und Umsatz, Foto: Hapag-Lloyd
Hapag-Lloyd hat im vergangenen Jahr mehr verdient und dabei vor allem von der Übernahme des Mitbewerbers UASC profitiert. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich nach ersten Berechnungen um 15 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro, teilte die Reederei am Montag in Hamburg mit. Das war mehr, als Analysten erwartet hatten.
Die Transportmenge legte vorwiegend aufgrund der im Mai 2017 vollzogenen Übernahme von UASC um 21 Prozent auf 11,9 Millionen TEU zu. Die Frachtrate lag im vierten Quartal 2018 mit 1079 Dollar pro TEU um 41 Dollar höher als 12 Monate zuvor. Über das gesamte Jahr betrachtet ging die Durchschnittsrate jedoch um 16 auf 1044 Dollar pro TEU zurück. Operativ lief es für Hapag-Lloyd aufgrund von Kosteneinsparungen im Zuge der UASC-Übernahme etwas besser als im Vorjahr. Das operative Ergebnis legte um knapp 8 Prozent auf 443 Millionen Euro zu. Damit traf das Unternehmen wie im Herbst 2018 angekündigt den oberen Bereich der im Juni angekündigten Spanne von 200 bis 450 Millionen Euro. Allerdings war diese Spanne eine Reduzierung der ursprünglichen Ziele für 2018, wonach Hapag-Lloyd von einer deutlichen Steigerung des operativen Geschäfts ausging.
Die Ebit-Marge betrug 3,8 Prozent – nach 4,1 Prozent im Vorjahr. Analysten hatten mit einer besseren Marge gerechnet. An der Börse überwog jedoch die Zuversicht. Die Aktie legte am Montag zeitweise um mehr als vier Prozent zu. Die Zahlen seien besser als erwartet ausgefallen, so das Bankhaus Lampe. Die vollständige Jahresbilanz veröffentlicht Hapag-Lloyd am 22. März.
Branchenprimus Maersk war 2018 in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Überschuss lag bei 3,2 Milliarden Dollar. Die Gewinnprognose für 2019 setzt Maersk auf vergleichbarer Basis bei vier Milliarden Dollar an. Analysten ist das zu wenig, die Aktie verlor am Tag der Bekanntgabe deutlich. fab/rtr
