Hapag-Lloyd zurück in Gewinnzone

Foto: Hapag-Lloyd
Hapag-Lloyd ist im Geschäftsjahr 2017 in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Das Konzernergebnis lag bei 32,1 Millionen Euro, teilte die Hamburger Reederei am Mittwoch mit. Im Jahr zuvor Stand noch ein Defizit von 93,1 Millionen Euro in den Büchern.
Am operativen Ergebnis hat sich <link http: www.thb.info rubriken maritime-wirtschaft single-view news hapag-lloyd-steigert-operatives-ergebnis-1.html _blank external link in new>gegenüber den vorläufigen Zahlen nichts verändert: Das Ebit stieg von 126 auf 411 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verbesserte sich von 607 auf 1055 Millionen Euro.
„In Anbetracht des Marktumfelds sind wir mit den Ergebnissen für das Jahr 2017 zufrieden, insbesondere da wir gleichzeitig die Integration der Geschäftsaktivitäten von Hapag-Lloyd und der United Arab Shipping Company abgeschlossen haben“, sagte Rolf Habben Jansen, Vorstandsvorsitzender von Hapag-Lloyd. Der Zusammenschluss mit UASC habe die Wettbewerbsposition „sehr deutlich gestärkt“. Das Unternehmen habe auch „von besseren Frachtraten und einer positiven Entwicklung der weltweiten Containertransportmenge profitiert“.
Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung haben der Vorstand und der Aufsichtsrat der Hapag-Lloyd AG beschlossen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2017 die Zahlung einer Dividende von rund 100 Millionen Euro vorzuschlagen – entsprechend 57 Cent pro Aktie.
Der Umsatz erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017 um rund 29 Prozent auf rund 10 Milliarden Euro. Dazu trug die verbesserte durchschnittliche Frachtrate von 1051 Dollar pro TEU bei. Im Vorjahr lag der Wert bei 1036 Dollar pro TEU. Außerdem steigerte Hapag-Lloyd die Transportmenge deutlich um 29 Prozent auf 9,8 Millionen TEU, insbesondere auch durch den Zusammenschluss mit UASC. Die Transportaufwendungen erhöhten sich um 25,5 Prozent auf 8 Milliarden Euro. Das hängt mit der erhöhten Transportmenge, aber auch mit den deutlich gestiegenen Bunkerverbrauchspreisen zusammen, die im Jahresdurchschnitt von 226 auf 318 Dollar pro Tonne zulegten. Der durchschnittliche Wechselkurs erhöhte sich von 1,10 auf 1,13 Dollar pro Euro.
Die Nettoverschuldung nahm drastisch zu und lag zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 bei 5,7 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor waren es 3,6 Milliarden Euro. Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich von 5,1 auf 6,1 Milliarden Euro. Das ist vor allem auf den Zusammenschluss mit UASC und eine Barkapitalerhöhung in Höhe von 352 Millionen Euro zurückzuführen. Die Liquiditätsreserve lag zum Bilanzstichtag bei 1,1 Milliarden Euro – nach 0,8 Milliarden Euro im Jahr zuvor.
„Wir werden weiter investieren, dadurch unsere Position als Qualitätsanbieter stärken und auch künftig profitabel wachsen“, kündigte Habben Jansen an. Das Marktumfeld bleibe jedoch „herausfordernd und auch wenn wir bei einigen Fundamentaldaten eine schrittweise Verbesserung sehen, bleiben wir vorsichtig optimistisch“. Die Schulden will der Konzern reduzieren.
Hapag-Lloyd rechnet mit einer steigenden Nachfrage nach Containertransportleistungen, zudem sei eine deutliche Erhöhung des Transportvolumens für 2018 zu erwarten, da die Geschäftsaktivitäten der UASC ganzjährig einbezogen werden, so das Unternehmen. Die durchschnittliche Frachtrate der Reederei werde 2018 voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres liegen, „auch wenn zusätzliche Transportvolumen von der UASC und damit strukturell bedingt niedrigere Frachtraten ganzjährig berücksichtigt werden und negativ auf den Gesamtjahreswert wirken“, stellt Hapag-Lloyd fest. Das Unternehmen geht auch von einem deutlichen Anstieg des durchschnittlichen Bunkerverbrauchspreises aus. fab
