Japan als LNG-Drehscheibe für Schifffahrt

Bereits seit Jahren importiert die Industrienation Japan große Mengen an Flüssigerdgas für die Kraftwerke zur Strom- und Wärmeerzeugung. Künftig will sich der Inselstaat auch als LNG-Drehscheibe für die Schifffahrt qualifizieren.

Zu dieser Einschätzung kommt das International Transport Forum, das Bestandteil der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) ist.

Die Regierung in Tokio erwartet für die kommenden Jahre auch vor dem Hintergrund der an Intensität gewinnenden Klimaschutzdiskussion, dass die Schifffahrt verstärkt auf LNG als vergleichsweise saubereren fossilen Energieträger setzen wird.

Das Inselreich hat in der jüngeren Vergangenheit verschiedene Terminals in seinen Häfen geschaffen, über die auch Schiffe mit dem alternativen Brennstoff bevorratet werden können. Zudem gilt Japan auch als eine Art Handelsdrehscheibe für Flüssigerdgas, das unter anderem aus Europa stammt. Nach Erhebungen des Autorenteams der Untersuchung sind derzeit weltweit 118 Schiffe unterschiedlicher Größe und Spezialisierung unterwegs, deren Antriebsaggregate mit Flüssigerdgas arbeiten.

In Japan geht man aber davon aus, dass es bis 2020 zu einer Verdoppelung kommen wird. So sind derzeit zum Beispiel die ersten Kreuzfahrtfahrtschiffe mit LNG-Antrieb im Bau. Damit Flüssigergas erfolgreicher wird, müsse auch das weltweite Versorgungsnetz ausgebaut werden. Zudem müssten auch technische Herausforderungen wie der sogenannte „Methan-Schlupf“ (methane slip) zufriedenstellend gelöst werden. EHA

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